Deutschland-Cup 2018: Deutschland unterliegt Russland bei Abschied von Marco Sturm

Keine Olympia-Revanche: DEB-Team unterliegt Russland beim Auftakt zum Deutschland-Cup

Die Olympia-Revanche ist missglückt: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft musste gegen Russland zum Auftakt des Deutschland Cups in Krefeld eine Niederlage einstecken. Die Entscheidung fiel aber erst in der Verlängerung.

Der Deutschland-Cup feierte am Donnerstag in seiner neuen Heimat Krefeld eine erfolgreiche Premiere. Die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bot dem Vorjahres-Turnier-Sieger Russland einen tollen Kampf und musste sich erst nach Verlängerung mit 3:4 (0:1, 3:1, 0:1; 0:1) geschlagen geben. 4180 Zuschauer sahen im König-Palast ein packendes und spannendes Match. Die neuformierte DEB-Auswahl verkaufte sich gegen die B-Mannschaft der Gäste besser als erwartet. Zuvor hatte im Eröffnungsspiel des Turniers die Schweiz die Slowakei mit 3:2 besiegt.

Nach der Absage von Stürmer Yazin Ehliz war am Morgen noch Leonard Niederberger von der Düsseldorfer EG nachnominiert worden, der aber erst am Freitag zum Team stößt. Sein Bruder Mathias stand im Tor der DEB-Auswahl und bekam im ersten Drittel gleich reichlich Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Aber auch die Gastgeber versuchten Druck zu machen. Bei ihrer ersten Überzahl bot sich die Chance zu Führung, doch bei einem Konter schlugen die Russen eiskalt zu (17.). Im zweiten Drittel nahm das Match so richtig Fahrt auf. Der Nürnberger Leon Pföderl glich gleich zweimal eine Führung der Russen aus. Frank Mauer brachte Deutschland Sekunden vor der zweiten Pause bei einem Solo sogar in Führung. Vergeblich stemmten sich die Gastgeber im Schlussdrittel gegen den Ausgleich, der zehn Minuten vor dem Ende fiel. In der Verlängerung gelang den Russen der Siegtreffer (61.).

Am Rande des Spiels stand die Suche nach einem Nachfolger von Bundestrainer Marco Sturm im Mittelpunkt. Neue Namen tauchten nicht auf. „Ich stehe nicht als Trainer zur Verfügung, jedenfalls nicht zum jetzigen Zeitpunkt“, sagte Christian Ehrhoff im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Wechsel von Sturm in die NHL sei für ihn keine Überraschung gewesen: „Nur mit diesem Zeitpunkt habe ich damit nicht gerechnet.“

Deutschland:
Tor: M. Niederberger (Düsseldorfer EG)
Abwehr: Boyle (EHC Red Bull München), Abeltshauser (EHC Red Bull München), Reul (Adler Mannheim), Akdag (Adler Mannheim), Sezemsky (Augsburger Panther), Krupp (Grizzlys Wolfsburg), Ebner (Düsseldorfer EG)
Angriff: Loibl (Straubing Tigers), Plachta (Adler Mannheim), D. Wolf (Adler Mannheim), Pföderl (Nürnberg Ice Tigers), Noebels (Eisbären Berlin), Mauer (EHC Red Bull München), Bergmann (Iserlohn Roosters), Kink (Adler Mannheim), Pietta (Krefeld Pinguine), Pfohl (Kölner Haie), Höfflin (Schwenninger Wild Wings), Hungerecker (Adler Mannheim)

Russland:
Tor: Bobkov
Abwehr: Rukawischnikow, Semtschjonok, Demidow, Jermakow, Scharipsjanow, Judin, Rafikow
Angriff: Prochorkin, Tschibissow, Krutschinin, Swetlakow, Tkatschjow, Okulow, Padakin, Maltsew, Iljin, Michaylow, Kajumow, Kasakow, Alexejew

Schiedsrichter: Lasse Kopitz (Berlin)/Gordon Schukies (Herne)
Zuschauer: 4180
Tore: 0:1 Demidow (16:08), 1:1 Pföderl (20:53), 1:2 Judin (23:50), 2:2 Pföderl (28:05), 3:2 Mauer (39:38), 3:3 Tschibissow (50:17), 3:4 Semtschjonok (60:22)
Strafminuten: 6 / 8

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