Auch München eine Runde weiter Mannheim folgt DEG-Bezwinger Ingolstadt ins Halbfinale

Köln · Nachdem der ERC Ingolstadt am Freitag den Einzug ins Halbfinale der DEL-Play-offs geschafft hat, zogen am Sonntag die Adler Mannheim und Red Bull München nach. Beiden Teams reichte dafür jeweils ein knapper Sieg.

Die Spieler der Adler Mannheim (l.) feiern den Einzug ins Play-off-Halbfinale.

Die Spieler der Adler Mannheim (l.) feiern den Einzug ins Play-off-Halbfinale.

Foto: dpa/Uwe Anspach

Die Favoriten haben sich am Ende durchgesetzt: Der EHC Red Bull München und die Adler Mannheim stehen im Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga. München holte sich den vierten Erfolg am Sonntag bei den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) und entschied die Best-of-seven-Serie mit 4:2 für sich. Mannheim siegte bei den Kölner Haien mit 3:2 (0:1, 3:1, 0:0) und beendete ebenfalls die Serie mit 4:2. Im Halbfinale geht es für den achtfachen deutschen Meister nun gegen den ERC Ingolstadt.

Durch den fünften Auswärtssieg im sechsten Aufeinandertreffen der spektakulären Viertelfinal-Serie gelang den Adler Mannheim der Sprung unter die besten vier Klubs. Überraschend war allerdings der von Adler-Trainer Bill Stewart bei Magentasport ernannte „Mann der Serie“: Torhüter Arno Tiefensee.

Tiefensee rettete sein Team im Kölner Dauerdruck im dritten Drittel mehrmals glänzend. „Ich habe nur meinen Job gemacht. Ich mache nur das, was ich mag: Eishockey spielen“, sagte der Goalie zurückhaltend. „Es war ein Team-Erfolg. Ich kann das Spiel nicht allein gewinnen.“

Dabei sah es für die Haie anfangs gut aus. Maximilian Kammerer brachte die Rheinländer von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp in Führung (20. Minute). Dann drehten David Wolf (24.), Matthias Plachta (30.) und Borna Rendulic (31.) die Partie. Der Anschluss von Andreas Thuresson (35.) half nicht mehr. „Es war eine tolle Serie, aber Mannheim war in den entscheidenden Situationen einen Tick besser“, monierte Haie-Kapitän Moritz Müller.

Auch Kölns Coach Krupp zeigte sich trotz der Enttäuschung nicht unzufrieden. „Ich bin die ganze Saison über schon stolz auf die Mannschaft. Die Truppe hat Moral und gute Führungsspieler. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten“, erklärte der frühere NHL-Profi.

Der Hauptrundenerste EHC Red Bull München hat sich am Ende doch noch souverän für das Halbfinale qualifizieren können. Phillip Bruggisser (24.) brachte Bremerhaven vor 4631 Zuschauern zwar in Führung. Durch Treffer von Nationalspieler Yasin Ehliz (30.) und Austin Ortega (52.) holte der Titelfavorit nach dem überraschenden 0:2-Rückstand in der Serie den benötigten vierten Erfolg an die Isar. „Wir sind sehr glücklich. Wir haben den Weckruf durch die beiden Niederlagen bekommen und haben danach super reagiert“, sagte Siegtorschütze Ortega.

Auch die Straubing Tigers können noch am Sonntag in die nächste Runde einziehen. Der Hauptrundenvierte aus Straubing ist bei den Grizzlys Wolfsburg zu Gast und führt in ihrer Serie mit 3:2. Der ERC Ingolstadt steht bereits im Halbfinale, das dritte bayerische Team setzte sich 4:1 in der Best-of-Seven-Serie gegen die Düsseldorfer EG durch.

(lonn/SID/dpa)
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