Krefeld Pinguine verlieren mit 2:4 gegen die Düsseldorfer EG

Pinguine - DEG 2:4 : DEG schafft die Revanche

Die Düsseldorfer gewinnen das Eishockey-Straßenbahnderby bei den Krefeld Pinguinen 4:2 (2:1, 1:1, 1:0). Nach zwei Niederlagen gegen den KEV ist das Ergebnis Balsam für die rot-gelbe Seele.

Zweimal waren die DEG und die Krefeld Pinguine in dieser Eishockeysaison bislang aufeinandergetroffen, und beide Male hatten die Krefelder das Straßenbahnderby in der Verlängerung für sich entschieden. Am Freitagabend war nun Zeit für die Revanche: Die Mannschaft von Trainer Harold Kreis setzte sich in der Nachbarstadt mit 4:2 (2:1, 1:1, 1:0) durch. Das Ergebnis drückte die Dominanz, die die DEG zu weiten Teilen ausübte, nur unzureichend aus – aber das war den Rot-Gelben am Ende reichlich egal.

Zwei Verteidiger standen bei den Düsseldorfern besonders im Blickpunkt. Bernhard Ebner, der nach seinen wenigen Kurzeinsätzen beim 2:3 nach Verlängerung gegen Bremerhaven am Mittwoch erstmals wieder größere Spielanteile erhalten sollte, und Marco Nowak. Der gebürtige Dresdner machte sein 500. Spiel in der Deutschen Eishockey Liga und kommt damit immerhin fast schon auf die Hälfte des gewaltigen Pensums, das sein Kollege Patrick Köppchen hinter sich gebracht hat. Nowak fühlte sich von seinem Jubiläum offenbar inspiriert, denn der 28-Jährige legte ein ausgesprochen starkes erstes Drittel hin – nicht nur wegen seines Assists beim hochverdienten Führungstreffer Jerome Flaakes in Überzahl.

Wenn es überhaupt etwas zu meckern gab an der dominanten Vorstellung der Gäste, dann war es das mangelnde Ausnutzen der Überlegenheit. Phasenweise kamen die Pinguine kaum aus dem eigenen Drittel – dafür aber zum Ausgleich aus dem Nichts. Bis Daniel Pietta dieses 1:1 erzielte, hätte die DEG gut und gern drei Treffer erzielen können, doch für die Kreis-Truppe sprach, dass sie sich nicht weiter erschrecken ließ. Es ging munter weiter Richtung KEV-Gehäuse, und 23 Sekunden vor der ersten Drittelpause belohnte Christian Kretschmann die Bemühungen: Der 25-Jährige schloss eine starke Kombination der vierten Reihe sehenswert ab. Ein besonderes Tor für Kretschmann, war es doch sein erstes für die DEG überhaupt, und das gegen den Klub, dessen Trikot er elf Jahre lang trug.

Es war ein völlig anderes Tempo der DEG als bei der zähen Angelegenheit am Mittwoch – aber das hohe Niveau der Anfangsphase konnten Kapitän Alex Barta und Co. doch nicht ganz halten. Hintergrund war möglicherweise, dass das letzte Vertrauen in Torhüter Frederik Pettersson Wentzel fehlte, der beim schnellen 2:2 im Mitteldrittel ebenso unglücklich aussah wie zuvor schon beim 1:1. Insofern war das zweite Überzahltor der Gäste an diesem Abend Gold wert: Braden Pimm erzielte es in einer Phase, als die Pinguine den zuvor klaren Vorsprung der DEG in der Schussstatistik gerade aufgeholt hatten.

Pimms Treffer war nur ein knapper Vorsprung, aber doch einer, der den Düsseldorfern für die verbleibende Spielzeit Sicherheit verlieh. Sie legten nun in der Abwehrarbeit, in der Ebner übrigens wiederum noch keinen vollständigen Part erledigte, mehr Wert auf Spielkontrolle, stellten den Gastgebern die Räume zu und warteten auf günstige Kontergelegenheiten. Barta verwertete schließlich eine von ihnen zur Entscheidung – und Ebner sicherte sich noch einen Assistpunkt, der den Abend für den Tabellenzweiten abrundete.

Statistik

Krefeld Pinguine – DEG 2:4

DEG: Pettersson Wentzel (M. Niederberger) – Marshall, McKiernan; Picard, Köppchen; Ebner, Nowak; Huß – Ridderwall, Olimb, Flaake; Gogulla, Barta, Descheneau; Pimm, Buzas, Henrion; Laub, Kretschmann, L. Niederberger.

Schiedsrichter: Hunnius, Iwert. – Zuschauer: 7122. – Tore: 0:1 (10:53) Flaake (Olimb, Nowak – 5:4), 1:1 (16:37) Pietta (Ankert), 1:2 (19:37) Kretschmann (Laub, L. Niederberger), 2:2 (21:28) Berglund (Kabanov), 2:3 (33:46) Pimm (McKiernan – 5:4), 2:4 (52:03) Barta (Nowak, Ebner).

Strafminuten: Krefeld 14, DEG 12.

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