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Geldstrafe für Schwalben: Eishockey entlarvt Schauspieler

Geldstrafe für Schwalben : Eishockey entlarvt Schauspieler

Die Liga bestraft Schwalben künftig mit Geldstrafen. Großer Favorit in dieser Saison ist Krösus München, der den Titel-Hattrick will. Das Ziel der Düsseldorfer EG sind die Play-offs, das der Krefeld Pinguine die Pre-Play-offs.

Gravierende Veränderungen, aber auch Bewährtes bietet die Deutsche Eishockey Liga beim heutigen Start in ihre 24. Saison. In Düsseldorf ist nach dem enttäuschenden elften Platz im Vorjahr kein Stein auf dem anderen geblieben. Erstmals seit zwölf Jahren führt nicht Kapitän Daniel Kreutzer die Mannschaft aufs Eis, denn er hat seine Karriere beendet. Und sein Bruder Christof steht nicht mehr als Trainer hinter der Bande. Nachfolger Mike Pellegrims versucht mit Kapitän Darryl Boyce den Traditionsverein wieder auf Kurs zu bringen. Dagegen herrscht in München Kontinuität, ebenso wie in der Favoritenfrage.

Favorit Sollten die 14 Trainer recht behalten, wird Red Bull München zum dritten Mal in Folge Meister. "Wir treten an, um den Titel zu holen", sagt Trainer Don Jackson. Das ist dem Amerikaner bereits sieben Mal gelungen, der damit der erfolgreichste Coach der DEL-Historie ist. Die Mannschaft mit dem besten Kader wurde noch einmal verstärkt: durch Nationalspieler Patrick Hager. "Wir sind wahnsinnig gut besetzt", sagt Münchens Kapitän Michael Wolf. "Und Don Jackson hat ein System entwickelt, das es dem Gegner unglaublich schwer macht."

Konkurrenten Wenn einer dem Meister Paroli bieten kann, dann sind es die Adler Mannheim, vielleicht die Eisbären Berlin, die Ice Tigers aus Nürnberg oder die Kölner Haie. Außenseiterchancen besitzen die Grizzlys Wolfsburg und der ERC Ingolstadt.

Krösus Auch in der Geldrangliste hat sich nicht viel geändert. Krösus ist weiterhin das von Red Bull finanzierte Team aus München, das über einen Etat von rund 12,5 Millionen Euro verfügt. Fünf weitere Klubs knacken die Zehn-Millionen-Marke: Mannheim (12,2), Köln (11,5), Berlin (11,2), Nürnberg (10,4) und Ingolstadt (10,1). Die Düsseldorfer EG (8,5) rangiert im Mittelfeld. Krefeld Pinguine (5,2) und der Vorjahres-Neuling Bremerhaven (4,1) haben die kleinsten Etats der Liga.

Stars Im Mai hat Felix Schütz bei der Weltmeisterschaft in Köln für Deutschland gespielt und ist gleich in der Domstadt geblieben. Der Weltenbummler, der in Kanada, USA, Russland, Lettland und Schweden spielte, soll bei den Haien die Lücke schließen, die Hager hinterlassen hat. Gespannt sind die Fans auf Devin Setoguchi, der in Mannheim seine Chance sucht, nachdem ihn Alkohol und Depressionen aus der Bahn geworfen hatten.

Modus Er ist unverändert. Die ersten sechs qualifizieren sich für das Viertelfinale, die Vereine auf den Plätzen sieben bis zehn für die Pre-Play-offs. Die Hauptrunde pausiert im Februar wegen der Olympischen Spiele. Anschließend finden nur drei Spieltage stand.

Regeländerungen Für Aufsehen sorgt die Schauspielliste, auf die Spieler nach einer Schwalbe gesetzt werden oder wenn sie eine Verletzung vortäuschen. Zuerst zahlen die Spieler, bei mehrmaligen Vergehen auch die Trainer. Zudem zählt künftig wieder ein Tor, wenn der Puck gegen den stehenden Schlittschuh prallt. Unabsichtlicher hoher Stock führt nicht mehr zum Ausschluss.

TV-Angebot Die Deutsche Telekom überträgt jedes Spiel live, Sport1 im Free-TV ein Spiel pro Woche, heute (19.30 Uhr) Krefeld gegen München. Ein Spiel gibt es jetzt donnerstags.

DEG Ziel der Düsseldorfer ist es, den Verein in allen Bereichen zu professionalisieren. Erstmals wurde den Sommer durch gemeinsam trainiert. Trainer Pellegrims legt größtes Wert auf Fitness und Disziplin. "Die Play-offs sind das Ziel", sagt Geschäftsführer Stefan Adam.

Krefeld Pinguine Das Schlusslicht der vergangenen Saison hat 13 neue Spieler geholt, damit es diesmal für die Pre-Play-offs reicht.

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(ths)