Düsseldorfer EG: Erneut harte Strafen gegen die DEG

Düsseldorfer EG : Erneut harte Strafen gegen die DEG

Die am Dienstag verkündete Strafe gegen DEG-Stürmer Marco Habermann krachte wie ein Donnerschlag. Nach seinem Foul gegen Ex-Düsseldorfer Simon Danner im Spiel gegen den EHC Wolfsburg wird Habermann für insgesamt sechs Spiele und damit auch in Köln (Freitag, 19.30 Uhr) beim Auftakt in die Serie von fünf schweren Auswärtsspielen am Stück fehlen.

Zudem muss der 21-Jährige eine Strafe in Höhe von 1800 Euro zahlen. Auch Marian Bazany wird der dem Düsseldorfer Eishockeyverein abgehen. Der Verteidiger war ebenfalls Inhalt eines Verfahrens des Disziplinarausschusses der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wegen einem "Check gegen Kopf und Nacken" und muss für zwei Spiele aussetzen und 600 Euro zahlen. Das entspricht der Bestrafung, die auch schon Kapitän Daniel Kreutzer nach seinem Foul im zweiten Saisonspiel in München absitzen musste. Damit stehen bereits drei Strafen dieser Art zu Buche.

Zwar hatte die DEL vor der Spielzeit angekündigt, dass Vergehen gegen den Kopf- wie Nackenbereich stärker geahndet werden sollen, doch eine derartige Flut an Verhandlungen wurde wohl nicht erwartet. Habermann war sich indes nach der Partie am Sonntag keiner Schuld bewusst: "In dieser Situation musste ich den Check fahren, aber der war fair. Die Schulter war unten." Danner erlitt jedoch Verletzungen am Auge und Kinn, musste genäht werden, und leidet nun an einer Gehirnerschütterung, weswegen ein Protest seitens der DEG wenig Sinn hat.

"Das Problem bei Marco ist, dass der Schiedsrichter eine Matchstrafe ausgesprochen hat und wegen der Verletzungsfolge ist dann eine Sperre von mindestens vier bis hin zu 16 Spielen möglich", erklärt der sportliche Leiter Walter Köberle. "Es wurde in der Szene so gewertet, dass beide Füße in der Luft waren, was wir anders sehen. Auch bei Bazany sind wir nach dem Videostudium anderer Meinung, aber ein Einspruch wäre jeweils auf gut Glück. Wir werden die Strafe akzeptieren."

Der DEG wird scheinbar die eigene Spielweise zum Verhängnis, wie auch Spielführer Kreutzer vermutet: "Wir spielen mehr gegen den Körper als andere Teams, das wissen auch die Schiedsrichter." Eine Änderung der Spielweise hält er allerdings nicht für nötig. "Wir müssen nur ein bisschen vorsichtiger sein, wenn die Gegenspieler den Kopf nach unten nehmen." Auch Köberle macht seinen Spielern keinen Vorwurf: "Bei Marco war es sicher keine Absicht."

(seeg)