Eishockey: Olympia-Helden zurück in der DEL

Zurück im DEL-Alltag: Olympia-Helden mitten im Play-off-Kampf

Der Großteil der Olympia-Helden war am Mittwoch schon wieder in der Deutschen Eishockey Liga im Einsatz. Auch weil sich der Kampf um die Play-offs zuspitzt.

Sogar im "Feindesland" Iserlohn erntete Christian Ehrhoff tosenden Beifall, das Silber-Trio der Eisbären Berlin badete im heimischen Jubelmeer - doch der Alltag holte Deutschlands Eishockey-Helden schnell wieder ein: Nur 48 Stunden nach dem olympischen Party-Marathon von Pyeongchang heizten die deutschen Kufencracks am Mittwoch wieder über das Eis, denn das Play-off-Rennen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wartet nicht.

"Wir spielen ja gerne Eishockey, und es war geil, zurück auf dem Eis zu sein und Spaß zu haben", sagte Berlins Frank Hördler bei Telekom Sport. Mit seinen Nationalmannschaftskollegen Marcel Noebels und Jonas Müller genoss Hördler zuerst die Ovationen der 14.500 Zuschauer in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof. Danach rangen die Eisbären die Münchner im Spitzenspiel mit 3:2 (1:0, 2:1, 0:1) nieder.

Nicht zuletzt, weil der Tabellenführer alle sieben Olympioniken schonte. Doch insgesamt standen 17 der 25 Silbermedaillengewinnern der Olympischen Winterspiele auf dem Eis. Die Münchner konnten es sich leisten, ihre Spieler zu schonen, denn sie sind genauso wie Berlin und der Zweite Nürnberg Ice Tigers bereits für die Play-offs qualifiziert. Dahinter jedoch brodelt es.

Der Kampf um die Meisterrunde ist im vollen Gange. Pausen für die Nationalspieler sind da nicht drin. Wie beispielsweise in Köln. Ehrhoff und Felix Schütz mussten bei der 1:3 (1:1, 0:1, 0:1)-Niederlage gegen die Iserlohn Roosters ran, aus dem Kölner Olympia-Dreigestirn fehlte Haie-Kapitän Moritz Müller erkrankt. Die Belastung war den Rheinländern anzumerken. "Wir hatten noch einige gute Chancen, aber insgesamt waren wir nicht gut genug", sagte Ehrhoff.

Sechs Teams haben noch Chancen auf die direkte Qualifikation

Für Köln wird es eng im Ringen um die Viertelfinal-Tickets. Der achtmalige deutsche Meister ist mit 74 Zählern nur Siebter und steht einen Platz hinter den punktgleichen Grizzlys Wolfsburg, die am Mittwoch mit 1:4 (0:2, 1:1, 0:1) gegen die Straubing Tigers verloren und den ersten direkten Play-off-Rang belegen. Iserlohn ist Achter und hat ebenfalls 74 Punkte. Insgesamt haben noch sechs Teams Chancen auf die direkte Teilnahme an der Meisterrunde. Die Entscheidung fällt am Wochenende: Am Freitag steht der 51. Spieltag an, am Sonntag die 52. und letzte Runde.

Hoffen dürfen derweil die Adler Mannheim. Mit dem 4:1 (1:0, 3:1, 0:0) bei den Schwenninger Wild Wings sicherten sie zumindest ihre Teilnahme an den Pre-Play-offs. Als Neunter mit 73 Punkten können sie trotz des so schlechten Saisonstarts sogar noch direkt ins Viertelfinale einziehen.

Dass Deutschlands Olympia-Kapitän Marcel Goc, Adler-Anführer Marcus Kink, Matthias Plachta, David Wolf und Torhüter Dennis Endras schon wieder für Mannheim dabei waren, dürfte dem Team einen Schub gegeben haben. Auch wenn die Umstellung nicht einfach war. "Spielen macht immer Spaß. Von daher war es glaube ich ganz gut, dass wir heute hier gespielt haben. Schwierig ist einfach, dass man sich vom Kopf her darauf vorbereiten muss", sagte Kink.

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(sid)