DEL: Meister EHC Red Bull München, Adler Mannheim und Eisbären Berlin im Halbfinale

DEL-Playoffs: München, Mannheim und Berlin im Halbfinale

Meister EHC Red Bull München, Adler Mannheim und die Eisbären Berlin stehen im Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga. Nürnberg braucht gegen Köln nur noch einen Sieg, um nachzuziehen.

Meister Red Bull München, die Eisbären Berlin und die Adler Mannheim haben das DEL-Halbfinale erreicht. Vor allem München hatte mehr Mühe als erwartet.

Nach dem Sprung ins Halbfinale war durchschnaufen angesagt bei Red Bull München. Der Weg zum dritten Titel in Serie ist steil für den deutschen Eishockeymeister, das hat schon die Viertelfinalserie gegen den krassen Außenseiter Fischtown Pinguins aus Bremerhaven gezeigt. "Das war intensiv, kein Zweifel", sagte Münchens Trainer Don Jackson nach dem entscheidenden 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) am Freitagabend.

Mit 4:1 hat seine Mannschaft, der Hauptrundensieger und haushohe Favorit, auch diese Play-off-Serie für sich entschieden und steht wie die Eisbären Berlin und die Adler Mannheim schon in der Vorschlussrunde. Was deutlich klingt, war für die Münchner ein hartes Stück Arbeit.

"Man muss das anerkennen", sagte Stürmer Jason Jaffray, "Bremerhaven hat aus jedem Spiel ein enges Spiel gemacht. Sie waren hart und unangenehm, am Ende hatten wir aber mehr Munition." Nach einer Heimniederlage zum Auftakt überzeugte der Meister auch in den folgenden Duellen meist nur über ein Drittel.

Die Spielstärke aus der Hauptrunde zeigte München dabei selten, den Serien-Erfolg brachte eher der längere Atem: Dank des tiefen Kaders rang Jacksons Team den aggressiven Gegner meist im Schlussdrittel nieder. "Die Bremerhavener spielen extrem hartes Forechecking, aber das kostet eben Kraft", sagte Kapitän Michael Wolf.

Wie 2016 und 2017 winkt nun die Finalserie, der Gegner der vergangenen beiden Jahre ist seit Freitag dagegen aus dem Rennen. Vizemeister Grizzlys Wolfsburg scheiterte am Titel-Mitfavoriten Berlin. Das Team aus der Hauptstadt gewann das nervenaufreibende letzte Duell mit 7:6 (1:2, 3:1, 2:3, 1:0) nach Verlängerung, in der Serie hieß es am Ende 4:1.

Zweimal hatte Berlin am Freitag eine Führung wieder aus der Hand gegeben, "es war ein harter Kampf", sagte Trainer Uwe Krupp: "Wolfsburg hat Charakter. Die waren sehr gefährlich, ich bin stolz auf meine Jungs."

Bei den Grizzlys endete mit dem Viertelfinal-Aus indes die Ära von Erfolgstrainer Pavel Gross. Der 49-Jährige war seit 2010 Chefcoach in Wolfsburg, zur neuen Saison wechselt er nach Mannheim. Und sein künftiger Klub darf weiterhin auf den ersten Meistertitel seit 2015 hoffen. Die Adler schlugen den ERC Ingolstadt mit 4:3 (2:0, 2:2, 0:1) und entschieden ihre Viertelfinalserie ebenfalls mit 4:1 für sich.

Beste Chancen auf den letzten Platz im Halbfinale haben die Nürnberg Ice Tigers. Die Franken übernahmen mit dem 3:2 (2:0, 1:2, 0:0) gegen die Kölner Haie die Führung (3:2) in der Serie. Am Sonntag (17.00 Uhr/Telekom Sport) kann mit einem Sieg in Köln schon alles klar sein. Die Halbfinalpaarungen ergeben sich erst danach. München bekommt den in der Hauptrunde am schwächsten platzierten Teilnehmer - also entweder Mannheim oder Köln.

(dpa)
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