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DEL: Düsseldorfer EG siegt zum Saisonstart bei den Kölner Haien

Nach neun Monaten Pause : DEG siegt zum Saisonstart im rheinischen Geisterderby bei den Haien

Die Düsseldorfer EG hat das 228. rheinische Derby zum Start der verkürzten Saison der Deutschen Eishockey Liga gewonnen. Die DEG siegte am Donnerstag bei den Kölner Haien 5:4 nach Penaltyschießen.

In einem waren sie sich diese Woche einig in der Deutschen Eishockey Liga. Es ist jetzt genug geredet worden. Über Zuschauereinnahmen und Geisterspiele. Über Gehaltsverzicht und Staatshilfen. Über Corona und Quarantäne. „Jetzt geht’s um Eishockey, da fühlen wir uns wohl, da wollen wir sein“, sagte Haie-Trainer Uwe Krupp vor dem Auftaktspiel gegen die Düsseldorfer EG. Und als sich die Kapitäne Moritz Müller und Alexander Barta vor dem ersten Bully begrüßten, da klopften sie sich extra fest auf die Schultern. Ein Kölner und ein Düsseldorfer, sonst erbitterte Rivalen, aber in diesem Moment einfach nur froh, spielen zu dürfen. Gegeneinander, aber irgendwie auch gemeinsam.

Am Ende jubelte natürlich nur eine Seite. Mit 5:4 nach Penaltyschießen gewannen die Düsseldorfer und sind damit erster Tabellenführer der 27. DEL-Saison. Lange dürfte das nicht so bleiben. Nach und nach steigen nun alle 14 Teams in die Saison ein. In einigen Wochen wird das auf dem Papier wie eine normale Spielzeit aussehen. Aber natürlich ist sie das nicht. Dafür reichte am Donnerstagabend ein Blick ins weite Rund der Köln-Arena. Normalerweise tummeln sich in Deutschlands größter Veranstaltungshalle bei einem Spiel gegen die DEG mehr als 18.000 Fans. Nun: gähnende Leere. Ein paar Fahnen und Pappaufsteller, das war es.

Im Vorfeld waren die Trainer gefragt worden, ob es ein Problem werden könnte, die Spieler ohne Fans in Derbystimmung zu versetzen. Natürlich verneinten sie. Aber es war deutlich zu sehen, dass hier etwas fehlt. Hitzig wurde es nie. Die üblichen Provokationen oder Wortgefechte, harte Checks oder gar fliegende Fäuste waren nicht zu sehen.

Vor allem die DEG tat sich schwer, auf Temperatur zu kommen. Da kam sie meist einen Schritt zu spät oder spielte ungenaue Pässe. Obwohl sie im Gegensatz zu den Kölnern am Vorbereitungsturnier teilgenommen hatte. Doch bis zum ersten Düsseldorfer Torschuss am Donnerstag dauerte es mehr als sieben Minuten. Da hatten die Haie schon zehnmal geschossen. Und bereits getroffen. Das 1:0 durch Frederik Tiffels ging mehr als in Ordnung. Und trotzdem stand es nach neun Minuten plötzlich 1:1, nach dem ersten halbwegs vernünftigen Angriff glich Alexander Karachun aus.

Besser wurde es erst im zweiten Abschnitt, Charlie Jahnke brachte die DEG nach Zuspiel von Tobias Eder erstmals in Führung, was die Kölner durch James Sheppard zwar ausgleichen konnten, aber im letzten Drittel schien die DEG dann davonzuziehen. Alexander Barta und Eugen Alanov trafen jeweils in Überzahl, weitere Tore wären mit etwas mehr Konsequenz drin gewesen. Aber so schwach die DEG gestartet war, so schwach war sie am Ende und kassierte noch zwei späte Tore durch Jon Matsumoto. Im Penaltyschießen traf Charlie Jahnke dann zum Sieg.

Kölner Haie - Düsseldorfer EG 4:5 n.P. (1:1, 1:1, 2:2, 0:0, 0:1)

DEG: Tor: Pantkowski (Hane); Abwehr: Zanetti, Johannesen - Ebner, Nowak - Jensen, Geitner; Angriff: Alanov, Olimb, Fischbuch - Kammerer, Barta, Flaake - From, Karachun, Ehl - Jahnke, Buzas, Eder

Schiedsrichter: Rantala/Schukies

Zuschauer: keine

Tore: 1:0 (3:58) Tiffels (Sheppard, Müller), 1:1 (9:13) Karachun (From), 1:2 (32:38) Jahnke (Eder), 2:2 (37:11) Sheppard (Akeson, Edwards/5-4), 2:3 (40:59) Barta (Fischbuch, Jensen/5-3), 2:4 (46:43) Alanov (Fischbuch, From), 3:4 (17:20) Matsumoto (Edwards, Akeson/5-4), 4:4 (59:37) Matsumoto (Edwards, Akeson/5-4), 4:5 (65:00) Jahnke

Strafminuten: 12:12

Torschüsse: 35:36