DEL 2019/20: Fischtown Pinguins überraschend Tabellenführer

DEL-Auftakt : Außenseiter Bremerhaven mit starkem Start – Köln besiegt Mannheim

Nach dem ersten DEL-Wochenende sind die Fischtown Pinguins überraschend Tabellenführer. Vizemeister München ringt die noch punktlose DEG nieder. Die Kölner Haie triumphieren beim Meister.

Sechs Tore, kein Gegentreffer, maximale Punktausbeute: Außenseiter Bremerhaven hat mit seinem perfekten Start-Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga auch die Top-Teams in den Schatten gestellt. Am zweiten Spieltag am Sonntag deklassierten die Fischtown Pinguins von Trainer Thomas Popiesch die Eisbären Berlin mit 5:0 (2:0, 3:0, 0:0). Bereits am Freitag hatte Bremerhaven 1:0 bei der eigentlich favorisierten Düsseldorfer EG gewonnen. „Wenn man aus dem ersten Wochenende mit null Gegentoren rausgeht, hat man nicht viel falsch gemacht“, lobte Coach Popiesch.

Auch Vize-Champion EHC Red Bull München gewann am Sonntag sein zweites Spiel, hatte beim 3:2 (2:1, 0:1, 1:0) gegen die DEG aber mehr Mühe. Meister Adler Mannheim verlor hingegen gegen die Kölner Haie 1:2 (0:0, 1:1, 0:0) nach Verlängerung.

Das Highlight des ersten Wochenendes war aber Bremerhaven. Am Sonntag schoss der in der vergangenen Saison lange verletzte Ross Mauermann (30. Minute/39.) zwei Tore. Außerdem waren vor begeisterten 4645 Zuschauern Cory Quirk (2.), Jan Urbas (14.) und Justin Feser (38.) erfolgreich. Seit dem Aufstieg in die DEL 2016 gingen die Norddeutschen immer als krasser Außenseiter in die Saison, erreichten aber stets mindestens die Pre-Playoffs. Auch in dieser Spielzeit haben die Pinguins wieder den geringsten Etat der Liga. „Wir wissen, dass wir mithalten können“, hatte Popiesch schon vor dem Start wieder angekündigt. „Wir sind fester Bestandteil der Liga.“

Für Vize-Meister München waren erneut die Nachwuchsstürmer Matchwinner. Wie schon beim 2:1-Auftaktsieg am Freitag in Augsburg erzielte auch gegen die DEG der 19 Jahre alte Justin Schütz das Siegtor (45.). Der erst 17-jährige John Peterka schoss die übrigen beiden Tore (4./17.).

Der frühere Münchner Meisterspieler Jon Matsumoto schoss das Siegtor der Kölner in der Verlängerung im DEL-Klassiker in Mannheim. Außerdem gewannen die Grizzlys Wolfsburg mit ihrem neuen Coach Pat Cortina gegen dessen früheren Club Schwenningen 5:3 (2:1, 1:1, 2:1). Straubing siegte 3:2 (0:0, 1:2, 1:0) nach Penaltyschießen in Iserlohn, Augsburg gewann 4:3 (1:2, 0:1, 2:0) nach Verlängerung in Krefeld.

(ako/dpa)
Mehr von RP ONLINE