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Eishockey in der DEL: DEG kämpft Wolfsburg nieder

Eishockey in der DEL : DEG kämpft Wolfsburg nieder

Die neu formierte Eishockey-Mannschaft gewinnt die Herzen ihrer Fans. Dank eines hervorragenden Torhüters Bobby Goepfert und einer starken Einstellung schlägt sie die Grizzly Adams 2:1 nach Penaltyschießen.

Als Calle Ridderwall Mitte des ersten Drittels in einer Unterzahlsituation den Puck gegen mehrere gegnerische Akteure behauptete und aus dem eigenen Drittel einen gezielten Schuss Richtung Wolfsburger Gehäuse abgab, brandete Applaus und Jubel auf. Bei der DEG gibt man sich mit etwas weniger zufrieden. Die Zuschauer lieferten am Sonntag den Beleg dafür, dass sie ihr neues Team, das zwar beherzten Kampf und ehrliche Emotionen bietet, technisch hochwertige Spielzüge aber nur selten aufs Eis bringt, liebgewonnen hat.

Das Team von Trainer Christian Brittig bekommt Anerkennung für den Aufwand, den es betreibt. Und die Mannschaft zahlt den Vertrauensvorschuss zurück: Mit 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen besiegte die DEG den EHC Wolfsburg. "Die Energie und die Kondition waren bis zum Schluss da. Das stimmt mich sehr positiv", erklärte Brittig.

Die spektakulärste Szene des ersten Spielabschnitts spielte sich vor dem Tor der Hausherren ab. Die Hauptdarsteller: Bobby Goepfert und Drew Paris. Goalie Goepfert, verhindert mit einer seiner zahlreichen herausragenden Paraden den Rückstand, den Nachschuss von EHC-Stürmer Tyler Haskins blockte dann der groß gewachsene Kanadier. Mit einem Hechtsprung in Fußball-Torwart-Manier wehrte Paris den Puck auf der Linie ab.

Paris war es auch, der im Mittelabschnitt für einen Jubelschrei sorgte, als keiner mehr damit rechnete. Nur eine Sekunde Spielzeit stand noch auf dem Videowürfel, als der Verteidiger ein Zuspiel von Ridderwall mit einem Schlagschuss über die Fanghand von Schlussmann Daniar Dshunussow hinweg im Tor unterbrachte. Der Treffer zum 1:1 war nicht unverdient, auch wenn die insgesamt schwach auftretenden Niedersachsen mehr offensive Qualität aufs Eis brachten. Allerdings reichte es bis dahin nur zur 1:0-Führung durch Nationalspieler Sebastian Furchner.

Im Schlussdrittel gab es dann Aufregung bei einem "Check gegen Kopf und Nacken". DEG-Stürmer Marco Habermann streckte Simon Danner nieder und bekam dafür eine Matchstrafe. Wie schon nach den Partien zuvor wird es auch diesmal zu einer automatischen Untersuchung der Szene durch den DEL-Disziplinarausschuss, wie zuvor beim gesperrten Kapitän Daniel Kreutzer, kommen. Die fünfminütige Strafzeit überstand die DEG unbeschadet und zeigte dann doch noch technische Finesse: Travis Turnbull und Niki Mondt verwandelten ihre Penalty-Schüsse eiskalt und schickten ihre Fans so mit einem breiten Grinsen nach Hause.

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(can)