Niederlage gegen die Eisbären: DEG hält in Berlin mit — aber verliert 0:2

Niederlage gegen die Eisbären : DEG hält in Berlin mit — aber verliert 0:2

Kampf war gefordert und Kampf wurde gezeigt. Für eine Überraschung reichte es bei der bislang unbestritten härtesten Aufgabe in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aber nicht. Die unerfahrene Mannschaft von Christian Brittig unterlag in ihrer dritten Partie in der noch jungen Saison vor 13 900 Zuschauern beim Meister Eisbären Berlin mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0).

Im Fokus standen gestern Abend auch wieder die Spielleiter. Der Ärger der vergangenen Woche über die Entscheidungen der Schiedsrichter fand seine Fortsetzung. Beim Stand von 1:0 für die Gastgeber — den Treffer erzielte Laurin Braun — checkte der Berliner James Sharrow seinen Gegenspieler Bernhard Ebner regelwidrig. Seine Bewegung ging klar gegen den Kopf. Zur Überraschung aller reagierten die beiden Hauptschiedsrichter zunächst aber nicht, um dann plötzlich doch eine Strafe auszusprechen — und zwar eine Matchstrafe.

Unsicherheit bei Schiedsrichtern

Aus der fälligen Überzahl konnten die Düsseldorfer zwar kein Kapital schlagen, doch die Diskussionen um die seit dieser Saison vermehrt gegebene Strafe "Check gegen den Kopf" werden anhalten, bis eine einheitliche Linie gefunden wird. Derzeit häufen sich die unverständlichen Entscheidungen, und man spürt förmlich die Unsicherheit bei den Männern mit der Pfeife.

Auch die spätere fragliche Hinausstellung von Marian Bazany für 2+10 Minuten wegen dem gleichen Vergehen wird wieder automatisch vom Disziplinarausschuss verhandelt werden. So will es die neue Regel der DEL.

Gödtel scheitert am Pfosten

Ansonsten hielt die DEG mit nur drei Reihen und ohne ihren Kapitän Daniel Kreutzer (Sperre) sowie Michael Catenacci (Gehirnerschütterung) und Tino Boos (Muskelfaseriss) gegen keinesfalls überragende Berliner mit, ohne jedoch mehr als Nadelstiche setzen zu können. Den ersten davon konnte Marc-Anthony Zanetti im ersten Durchgang nach einem schönen Pass vom jungen Alexander Preibisch, der seine Aushilfsrolle in der ersten Reihe überwiegend gut machte, nicht nutzen. Im Mitteldrittel waren dann Thomas Gödtel, mit seinem Pfostenschuss, und Niki Mondt, frei vor Robert Zepp, ähnlich glücklos.

Dennoch dominierten die Gastgeber über weite Strecken. Florian Busch konnte bei Halbzeit der Partie erhöhen. Der überragend haltende Bobby Goepfert war zum zweiten Mal geschlagen. Das Schwergewicht aus der Hauptstadt war noch eine Nummer zu groß, verstecken müssen sich die Düsseldorfer allerdings nach diesem Auftritt nicht. Morgen erwartet die DEG Gäste aus Wolfsburg (16.30 Uhr) zum Kräftemessen im Dome.

Hier geht es zur Bilderstrecke: DEL 12/13: Eisbären Berlin - DEG

(spol)