Düsseldorfer EG DEG hält beim 1:3 in Iserlohn gut mit

Düsseldorfe · Auf die Frage, in welcher Eishalle er gerne spiele, antwortete Alexander Preibisch, am liebsten in Köln oder Düsseldorf. In der Domstadt fasziniere ihn die Größe der Arena, und auch wenn 18.000 Fans gegen ihn seien, sei das ein phantastisches Gefühl.

 DEG-Goalie Bobby Goepfert konnte die Niederlage nicht verhindern.

DEG-Goalie Bobby Goepfert konnte die Niederlage nicht verhindern.

Foto: american-sports.info

Der Nachwuchsstürmer sagte beim DEG-Talk im Stahlwerk, den der ehemalige RP-Redakteur Ulf May erneut kompetent und unterhaltsam moderierte, aber nicht nur, wo er gerne spielt, sondern auch, in welchen Hallen er überhaupt nicht gern spielt: "In Krefeld und Iserlohn."

Und damit stand er nicht alleine da. Niki Mondt, Daniel Fischbuch und Dominik Daxlberger pflichteten ihrem Mannschaftskameraden bei. Für den Lacher des Abends aber sorgte Niki Mondt, als der 35-Jährige allen Ernstes behauptete: "Natürlich gehöre ich zu den jungen Wilden." Entspannt und locker ging es bei Spielern und Fans zu.

Am Freitagabend musste die Düsseldorfer EG dann ausgerechnet in einer dieser Hallen antreten, die die Spieler nicht mögen: in Iserlohn. Diese kleine Arena, in der die Fans ganz nahe dran sind und es auch nicht immer gerade freundlich zugeht, war von Beginn an ein Hexenkessel, denn für die Gastgeber war ein Sieg gegen das Schlusslicht der Deutschen Eishockey Liga im Kampf um die Play-off-Plätze Pflicht. Die DEG präsentierte sich unbeeindruckt von den Vorstandsquerelen, hielt gut dagegen, verlor aber am Ende 1:3 (0:0, 0:2, 1:1).

"Wir müssen kompakt stehen", hatte Trainer Christian Brittig gefordert. "Denn Iserlohn hat eine hervorragende Qualität im Angriff. Da kann man auch mal schnell sechs, sieben Stück kassieren." Entsprechend spielten die Rot-Gelben vom ersten Bully an diszipliniert und defensiv. Nach starker Anfangsphase benötigte sie auch das Glück des Tüchtigen, denn als die Fans der Blau-Weißen schon gejubelt hatten, schaute der Unparteiische sich die Szene noch einmal im Video an und entschied: kein Tor. Der Druck der Gastgeber war enorm und steigerte sich noch einmal, als Drew Paris auf der Strafbank saß. Doch erneut hielt die DEG, die in den letzten vier Spielen kein Unterzahltor kassiert hat, ihren Kasten sauber. Und mit zunehmender Spieldauer befreiten sich die Gäste und kamen auch vor das gegnerische Tor. Aber es ging torlos in die erste Pause — nicht das schlechteste Zwischenresultat.

Im Mittelabschnitt fiel aber dann die Vorentscheidung. Nur 87 Sekunden nach Wiederbeginn klingelte es das erste Mal. Es war so, wie Brittig prognostiziert hatte: die Gastgeber nutzten die erste Unachtsamkeit zur Führung. Nun musste die DEG offensiver agieren, doch Chancen waren selten. Als Hommel nach exakt der Hälfte der Spielzeit auf 2:0 erhöhte, sanken die Chancen gen Null.

So ging es im Schlussdrittel darum, die Niederlage in Grenzen zu halten und eine Klatsche zu vermeiden. Das gelang, auch wenn die Gastgeber nochmals trafen. Aber die DEG hatte ihr kleines Erfolgserlebnis: Sie blieb zum fünften Mal in Folge in Unterzahl ohne Gegentor. Eine starke Leistung. Am Sonntag soll es dann ein richtiges Erfolgserlebnis geben, einen Sieg gegen Straubing daheim im ISS-Dome (16.30 Uhr).

(can)