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Düsseldorfer EG: Winter Game: Arena wird zur Eishockey-Halle

Düsseldorfer EG : Winter Game: Arena wird zur Eishockey-Halle

Das rheinische Derby zwischen der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien wird vor über 50.000 Zuschauern ausgetragen.

Man sieht Lorenz Funk das Leben an. Er war Eishockey-Spieler in Berlin, Hannover und Düsseldorf. Seine Nase erzählt viele Geschichten über seine frühere Karriere als Berufssportler. Sie ist, gelinde gesagt, ein wenig lädiert. "Fünf Mal gebrochen. Mindestens", erzählt er. "So ein Aussehen hat aber auch seine Vorteile. Die Leute haben gleich Respekt vor dir." Ein paar Augenblicke Pause. Dann lacht er. Funk hat derzeit gute Laune. Er ist Projektleiter des Winter Game, bei dem es am Samstag in der Düsseldorfer Esprit-Arena zum 206. Derby zwischen der DEG und den Kölner Haien kommt.

Vor zwei Jahren hat er bereits die Verantwortung für das Spektakel in Nürnberg gehabt. In Düsseldorf, versichert er, sei aber alles "noch einmal mindestens ein, zwei Kategorien besser". Eine klitzekleine Panne ist beim Aufbau dann aber doch passiert. Ein paar übereifrige Mitarbeiter haben Matten, die eigentlich dafür gedacht waren, dass die Spieler auf Kufen von der Kabine über den Rasen auf die Eisfläche gehen können, unter der Spielfläche verlegt. Neue sind bestellt worden und sollen heute verlegt werden. Das Klagen ist derzeit also auf hohem Niveau.

Jochen Rotthaus, der Geschäftsführer der DEG, ist derzeit auf der Suche nach immer neuen Superlativen zur Vermarktung der Veranstaltung. Zu den eher leiseren Töne zählt, wenn er davon spricht, das man da ja kein reines "Sportereignis" erleben würde, sondern ein "Riesenevent. Das ist nicht wiederholbar, ein Höhepunkt für die Sportstadt Düsseldorf". Neben dem sportlich brisanten Derby zwischen Düsseldorf und Köln wird dem Publikum unter anderem ein Konzert der schwedischen Popgruppe Mando Diao geboten und abschließend ein Feuerwerk gezündet.

Europarekord in Sichtweite

Rotthaus hofft auf mindestens 50.000 plus einen Zuschauer — das würde einen neuen Europarekord im Eishockey bedeuten. Nur wenige hundert fehlen noch. Um Unschlüssige von dem Kauf einer Karte zu überzeugen, hat er sich ein besonderes Leckerli ausgedacht. Der 50.001. Zuschauer bekommt zwei Karten für ein Spiel der Toronto Maple Leafs in der nordamerikanischen Profiliga NHL inklusive Flug und Hotel. "Wir wollen einfach mit diesem Spiel die Leute begeistern. Das ist eine große Chance für die Sportart, aber natürlich auch unseren Verein", sagt Rotthaus.

Dementsprechend nachvollziehbar sind Überlegungen seitens der DEG, das Winter Game in den kommenden Jahren dauerhaft in Düsseldorf zu halten. "Vorstellbar ist vieles", sagt Gernot Tripcke, der Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf Anfrage dieser Redaktion. "Wir sind bislang sehr mit dem Standort Düsseldorf zufrieden. Wenn die DEG sich im nächsten Jahr wieder bewerben sollte und das stärkste Angebot macht, dann spricht nicht viel dagegen."

Seit dem 19. Dezember waren rund 2000 Mitarbeiter im Einsatz, um das beste Eis im Stadion aufzubereiten und die optimale Technik zu installieren. Alles ist bereitet, die Vorfreude riesengroß. Wie sagt Kölns Trainer Niklas Sundblad: "Es ist eines der größten Derbys im europäischen Eishockey."

Hier geht es zur Infostrecke: Die Zahlen zum Winter Game

(RP)