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Für die Düsseldorfer EG gilt aktuell wieder: Will sie punkten, braucht sie mindestens drei Tore pro Spiel. Umso besser, dass ihre Topstürmer wieder treffen. Heute in Berlin sollen sie das erneut zeigen.

Donnerstag-Spiel in Berlin : Aller guten Dinge sind drei

Für die Düsseldorfer EG gilt aktuell wieder: Will sie punkten, braucht sie mindestens drei Tore pro Spiel. Umso besser, dass ihre Topstürmer wieder treffen. Am Donnerstag in Berlin sollen sie das erneut zeigen.

Dass die Erfolgsaussichten einer Sportmannschaft mit jedem geschossenen Tor steigen, bedarf eigentlich keiner besonderen Erklärung. Im Eishockey lässt sich die Grenze allerdings ziemlich genau ziehen. Sie liegt bei 2,5. Das ist bei der Düsseldorfer EG in der aktuellen Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wieder besonders zu sehen: In zwölf der 21 Saisonspiele schoss die DEG bislang drei oder mehr Tore – neunmal ging sie danach als Sieger vom Eis. Von den übrigen neun Spielen, in denen sie maximal zwei Tore erzielte, gewann sie hingegen nur eins. Oder anders ausgedrückt: Die DEG holte 87 Prozent ihrer Punkte durch Spiele, in denen sie mindestens dreimal traf.

Entsprechend wichtig ist es, dass vor allem zwei Sachen funktionieren: das Überzahlspiel und die Top­­reihen. „Das sind die Spieler und die Situationen, die das Spiel entscheiden“, sagte jüngst erst Kapitän Alexander Barta. Doch in den ersten Spielen nach der Corona-Quarantäne Anfang November hing beides durch, prompt gab es drei Niederlagen in Folge, die DEG drohte abzustürzen. Nun hat es sich wieder stabilisiert. In den fünf Spielen seitdem gab es stets ein Powerplay-Tor, zudem erzielten die nominellen Topstürmer Alexander Barta, Brendan O‘Donnell, Alexander Ehl und Tobias Eder gemeinsam zehn Tore. Schon gab es drei Siege aus fünf Spielen.

Das neueste Beispiel der wiedergewonnenen Treffsicherheit gab es am Dienstag beim 4:1 in Nürnberg. Da hatte die DEG nicht zwingend mehr Chancen als in den Spielen zuvor, schoss aber erstmals seit Mitte Oktober wieder mindestens vier Tore. Und zwei davon gingen auf das Konto von Tobias Eder, der damit seinen Aufwärtstrend bestätigte. Von Ende September bis Mitte November hatte Eder in elf Spielen gar nicht getroffen und war nur auf vier Scorerpunkte gekommen. Seitdem waren es in vier Spielen vier Tore und fünf Punkte. Danach brachte er seinen Lauf auf die einfache Formel: „Ich reiße mir jedes Spiel den Arsch auf, und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt.“

Dass Eder kämpfen kann, ist nicht neu. Vor dieser Saison wurde ihm allerdings eine andere Rolle zuteil. Weil die DEG wegen des Sparkurses Spieler aus den Topreihen abgeben musste, rückten der 23-jährige Eder und der mittlerweile 22-jährige Ehl in der Hierarchie auf. Schon im Vorjahr gehörten sie zu den Gewinnern einer Saison, in der es in Düsseldorf nicht viele Gewinner gab. Eder kam auf 18 Punkte, Ehl auf 20. Doch die Frage war: Können sie dauerhaft Verantwortung übernehmen? Endgültig beantworten lässt sich das noch nicht, aber trotz des zwischenzeitlichen Durchhängers sieht es gut aus. Eder kann auf sieben Tore und 14 Punkte blicken, Ehl auf vier Tore und zwölf Punkte. Damit stehen sie auf den Plätzen drei und vier aller DEL-Spieler unter 24 Jahren.

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Geht es nach der DEG, machen sie am Donnerstag (19.30 Uhr) genauso weiter. Dann steht bereits das nächste Spiel an, beim Meister aus Berlin. Auch in dieser Saison sind die Eisbären gut drauf, stehen auf Rang drei, haben aus dem vermeintlich uneinholbaren Spitzenduo aus Mannheim und München ein Trio gemacht, das Ansprüche auf den Titel anmeldet. Davon ist die DEG weit entfernt, aber sie hat diese Saison schon in Berlin gewonnen – 3:1 Anfang Oktober. Logisch, möchte man meinen, sie hatte ja auch drei Tore geschossen.