Düsseldorfer EG: Starkes Team statt Einzelkönner

Düsseldorfer EG : Starkes Team statt Einzelkönner

Die Düsseldorfer EG hat ihre erste Testspielreise in die Schweiz mit einem Sieg und einer Niederlage abgeschlossen. Während die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims am Freitag noch mit 3:1 gegen den favorisierten EHC Kloten gewann, verlor sie einen Tag später an gleicher Stelle mit 0:5 gegen den EV Zug.

Dabei erwies sich der Schweizer Vizemeister als deutlich stärkerer Gegner. Dennoch fiel das Ergebnis zu hoch aus. Die Rot-Gelben konnten erneut das Tempo mitgehen, ließen eigene Chancen jedoch liegen. Coach Pellegrims sah den Grund für das Resultat zudem in der Einstellung: "Der Unterschied zwischen den Spielen war, dass wir im zweiten nicht ganz so bereit waren wie im ersten. Am Freitag waren wir aktiver. Gegen eine läuferisch starke Mannschaft wie Zug gibt es Probleme, wenn man zu passiv spielt."

Die DEG hat sich in den beiden Testspielen als kompakte Einheit präsentiert. Auffällig war, dass sich kaum Spieler durch eigene Aktionen in den Vordergrund drängten. Dafür funktionierte das Kollektiv. Gefällige Spielfreude wurde über weite Strecken erfolgreich mit solider Defensivarbeit gepaart. Zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung ist das keine Selbstverständlichkeit.

Pellegrims experimentiert weiter

Weniger erfreulich war dagegen die Strafzeitenbilanz. Trotz der äußerst fair geführten Begegnungen saßen an beiden Tagen zu oft Düsseldorfer auf der Strafbank. Das kostete am Ende viel Kraft, auch wenn die Unterzahlformationen - ähnlich wie das Powerplay - meist gut funktioniert haben. Trainer Pellegrims kündigte an, dass seine Mannschaft daran arbeiten müsse, Vergehen wie Stockschläge und Haken abzustellen.

In der Kapitänsfrage hat sich Trainer Mike Pellegrims noch nicht festgelegt. Bislang gab es in jedem der insgesamt drei Testspiele einen anderen: In Essen führte Marcel Brandt das Team, gegen Kloten Tim Conboy und gegen Zug zuletzt Daniel Weiß an. Wann Pellegrims das "C" fix vergeben wird, wollte er nicht verraten. Ähnlich offen ist die Zusammenstellung der Reihen. Zwar bildeten Alexei Dmitriev, Jeremy Welsh und Janoss Hari eine feste Sturmformation und Alex Picard verteidigte überwiegend an der Seite von Stephan Daschner - dauerhafte Entscheidungen dürften aber noch nicht gefallen sein.

(ths)
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