Personalnot bei der DEG – nun fehlt auch Niederberger

Eishockey : Personalnot bei der DEG

Von Carlos Greco

Wenig Personal, dazu ein eng getakteter Spielplan – es gibt sicher bessere Kombinationen für ein Team in der Deutschen Eishockey Liga. Die Düsseldorfer EG muss sich in diesen Tagen aber genau diesem Problem stellen. Obwohl dem achtmaligen Deutschen Meister gleich eine ganze Reihe an Spielern fehlt, wird die Mannschaft von Harold Kreis alle zwei Tage auf dem Eis gefordert. Das nächste Mal am Samstag (17 Uhr), wenn der Schwenninger ERC im Rather Dome gastiert.

Dass auch mit kleinem Kader gepunktet werden kann, haben die Rot-Gelben, bei denen derzeit vor allem Defensivkräfte rar gesät sind, am zweiten Weihnachtsfeiertag in Iserlohn bewiesen. Mit einem Tor von Jerome Flaake nach nur 57 Sekunden sicherte sich die DEG am Seilersee einen knappen 1:0-Erfolg.

„Das war eine starke Mannschaftsleistung von uns. Trotz der vielen Verletzten haben wir gut zusammengehalten. Die paar Verteidiger, die wir noch haben, haben wirklich um jeden Zentimeter gekämpft“, freute sich Torschütze Flaake nach der insgesamt recht schwachen DEL-Partie.

Angesprochen auf die personelle Misere reagierte der Stürmer mit klaren Worten: „Da gibt es keine Ausrede. Wir nehmen es so, wie es ist. Wir können auch so gewinnen und wachsen so noch mehr zusammen.“ Einen gesunden Teamgeist fordert Cheftrainer Harold Kreis auch für das kommende Spiel gegen Schwenningen. „Bei so vielen Ausfällen muss das Team einfach noch enger zusammenrücken und vor dem Gegner auf der Hut sein“, sagt der 60-jährige Coach. Die Schwarzwälder haben, so sagt es Kreis, mit ihrem neuen Coach Niklas Sundblad neuen Schwung bekommen. „Er hat die Defensive stabilisiert und die Offensive war eh immer gefährlich“, warnt Kreis, der die bisherigen Duelle mit den Schwänen freilich nicht vergessen hat. Beide hatte sein Team für sich entschieden. Und zwar jeweils mit 3:2 nach Verlängerung und hartem Kampf.

Zumindest für die Partie am Samstag ist nun auch noch Leon Niederberger aufgrund seines Pferdekusses aus dem Spiel in Iserlohn fraglich. Niederberger will sich wegen der Personalnot aber nach Möglichkeit durchbeißen. Huß, Urbom, Nehring, Nowak, Sulzer, Dersch und Ersatztorhüter Hane fallen aus. Am Montag  geht es dann gegen Wolfsburg (19.30 Uhr, Rather Dome). Die DEG wird also auch weiterhin die Zähne zusammenbeißen müssen. Der enge Spielplan nimmt auf ihre Personalnot keine Rücksicht.