Düsseldorfer EG: Nach Rettung der DEG - Kreutzer soll bleiben

Düsseldorfer EG : Nach Rettung der DEG - Kreutzer soll bleiben

Der Kapitän der Düsseldorfer EG hat sich noch nicht entschieden. Manager Köberle ist aber zuversichtlich, eine Einigung zu erzielen.

Walter Köberle ist seit mehr als 50 Jahren im Geschäft. Er hat die guten Zeiten bei der DEG miterlebt, er war bei den schlechten auch dabei. Man kauft es einem wie ihm ab, wenn er sagt: "Ich bin total erleichtert. Die Anspannung fällt nur langsam ab. Jetzt haben wir endlich eine Basis geschaffen, um weiter an der Zukunft der DEG zu arbeiten", sagt der Manager.

Die Rettung der DEG - die Nachricht hat sich schnell rumgesprochen. In der Düsseldorfer Politik zeigte man sich angemessen begeistert. "Es ist schön, dass es für die DEG weitergeht", sagt die Vorsitzende des Sportausschusses, Monika Lehmhaus (FDP). Der Verein hatte die Politiker bei mehreren Treffen über sein Konzept für die kommende Saison und den jeweiligen Stand der Sponsorensuche informiert. Dabei hatte sich zuletzt bereits angedeutet, dass die Verantwortlichen bei der DEG zuversichtlich waren. Von der Rettung erfuhren die Sportpolitiker aber gestern auch aus den Medien.

Die Politiker waren sich parteiübergreifend einig gewesen, dass die Stadt im Notfall weiteres Geld zur Rettung der DEG zuschießen soll, falls der Verein ein tragbares Konzept für die kommende Saison vorlegt. Diese Hilfe ist nun offenbar nicht mehr nötig - abgesehen von den regulären 90.000 Euro als Zuschuss im Jahr und der Mietbefreiung für den ISS Dome, mit der die Stadt den Eishockeyklub weiter unterstützt. Nach zwei Jahren Bangen hoffen die Politiker nun, dass der Verein wieder dauerhaft in ruhigeres Fahrwasser kommt. "Die Finanzierung der DEG muss jetzt nachhaltig werden", sagt Günter Karen-Jungen (Grüne).

Dazu soll auch eine wettbewerbsfähige Mannschaft ihren Beitrag leisten. "Bei aller Euphorie - wir sind Letzter in der Liga geworden", sagt Köberle. "Natürlich wollen wir das Team, so gut es geht, zusammenhalten. Wir müssen aber auch schauen, wie wir noch Verstärkungen realisieren können um uns weiter zu entwickeln. Das ist ja irgendwo logisch."

Daniel Kreutzer ist die Identifikationsfigur des Vereins. Sein Vertrag ist ausgelaufen - und noch hat "Schnitzel" ein ihm vorliegendes neues Angebot nicht angenommen. "Ich bin aber wirklich zuversichtlich, dass er bleibt. Wir gehen da ganz offen miteinander um", erzählt Köberle. "Ich bin bei dem Angebot für Daniel an unsere Schmerzgrenze gegangen. Wir haben vereinbart, dass ich ihm noch den April Zeit gebe." Sollte er noch von einem anderen Verein in den kommenden Wochen eine Offerte bekommen, liegt es an Kreutzer, sich für "Geld oder Liebe" zu entscheiden. "Wir haben sehr gute Gespräche geführt", findet jedenfalls Köberle.

Auf einem guten Weg wähnt sich Köberle auch bei der Personalie Calle Ridderwall. Gleichwohl schränkt er ein, die Konkurrenz im Buhlen um den Schweden sei gewaltig. "Wir haben nur ein kleines Budget zu verfügung. Wenn ein großer Verein in die Verhandlungen einsteigt, können wir nicht mithalten. Wir müssen versuchen, mit sportlichen Perspektiven zu überzeugen." Ein an Ridderwall gestelltes Ultimatum bis Ende des Monats ist ergebnislos verstrichen. Der Angreifer könnte derzeit keine Aussage treffen, so Köberle, ob er in Düsseldorf für eine weitere Saison unterschreibt oder sich für eine andere Option entscheidet.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Daniel Kreutzer - der Düsseldorfer Jong

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