Derbysieg in Köln: Keeper Bakala ragt bei der DEG heraus

Derbysieg in Köln: Keeper Bakala ragt bei der DEG heraus

Ein einziges Tor reicht im Eishockey nur sehr selten zum Sieg. Und wenn, dann war entweder der Gegner besonders schwach in der Chancenverwertung oder die eigene Abwehr samt Torhüter exzellent. Bei der Düsseldorfer EG war es am Dienstagabend bei ihrem 1:0-Erfolg im rheinischen Derby bei den Kölner Haien eine interessante Mischung.

Als Matchwinner muss bei einem Shut-Out - besonders wenn das Resultat am Ende so knapp ausfällt - naturgemäß der Torhüter genannt werden. Im Fall der DEG ist das derzeit Dan Bakala. Und der Kanadier hielt tatsächlich aufsehenerregend gut. Eine starke Vorstellung attestierten dem 30-Jährigen auch sein Trainer Mike Pellegrims sowie sein Mitspieler Manuel Strodel. Wobei beide unabhängig voneinander auch die Mannschaftsleistung würdigten. "Wir waren ein starkes Kollektiv, in dem jeder seinen Teil beigetragen hat. Ein Riesenlob geht dabei natürlich dann auch an unseren Torwart, sagte etwa Stürmer Strodel, der zudem die Kampfstärke der Düsseldorfer an diesem Abend lobte. Die kam vor allem in der Defensive zur Geltung, wodurch sich die DEG im Vergleich zu vielen Partien zuvor insgesamt verbessert präsentierte. Dennoch stellte Niki Mondt, Manager der DEG, klar, dass Köln ebenfalls Derbysieger hätte werden können - wenn sie denn ihre Chancen nicht vergeben hätten.

"Bei uns sind alle Reihen eingeladen, mehr Tore zu schießen. Denn ein Treffer reicht selten zum Sieg", bemängelte Mondt die Torausbeute der Rot-Gelben. Dass der erfolgreich abgeschlossene Alleingang von Jeremy Welsh trotzdem zu drei Punkte gereicht hat, führt dann unweigerlich wieder zur starken Leistung von Bakala, der in jüngster Zeit ohnehin zur wichtigen Stütze seines Teams geworden ist. Für Niki Mondt hat Bakala, den er unter der Saison nachverpflichtet hat, sogar seit seiner Ankunft durchgängig überzeugt und zugleich Torwartkollege Mathias Niederberger neu motiviert: "Dass Bakala nicht alle Spiele absolut fehlerfrei absolviert hat, ist normal. Dennoch hat er bei Mathias noch das ein oder andere Prozent Leistung herausgekitzelt. Wir sind daher mit unserem Duo hochzufrieden", sagt Mondt. In ein oder zwei Wochen, wenn Niederberger, der seit dieser Woche wieder trainiert, seine Adduktorenverletzung endgültig überwunden haben soll, stünde Coach Pellegrims demnach wieder eines der besten Torhütergespanne der Liga zur Verfügung.

Einen genauen Zeitpunkt für das Comeback Niederbergers im Spielbetrieb konnte Mondt noch nicht nennen.

(RP)