Kapitän Barta ist plötzlich der Mann für die wichtigen Tore

Eishockey : Der Kapitän ist plötzlich der Mann für die wichtigen Tore

Alexander Barta hat in den beiden jüngsten Spielen der DEG jeweils einen Treffer erzielt. Das Lazarett wird immer größer, nun fällt auch Svensson aus.

(dm) Die Erleichterung war ihm durchaus anzumerken: Zwei Tore in den beiden jüngsten Spielen der Düsseldorfer EG wirkten wie ein Brustlöser bei Kapitän Alexander Barta. „Es tut der ganzen Reihe gut, wenn ich auch mal treffe“, bekannte der 36-Jährige, „ich würde lügen, wenn das vollkommen egal ist.“ Gegen Nürnberg leitete er mit dem Treffer zum 1:2 die Aufholjagd ein, die am Ende immerhin noch mit einem Zähler nach dem Penaltyschießen belohnt wurde. Und gegen Straubing gelang dem Angreifer der Führungstreffer zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Rot-Gelben (Endstand 3:2).

Insbesondere der Treffer gegen Straubing sei emotional gewesen, „weil es ein wunderschönes Tor war“. Barta habe sich jedoch „nicht persönlich für mich gefreut, sondern darüber, dass unsere Sturmreihe so ein schönes Tor geschossen hat und man das zusammen genießen kann.“ Der Treffer habe der Reihe um Reid Gardiner und Maximilian Kammerer gut getan: „Es hilft der Reihe und der Mannschaft, wenn einer, der um die 20 Minuten Eiszeit hat, auch ab und zu mal ein Tor schießt.“

In seiner jüngsten Phase ohne eigenes Erfolgserlebnis sei es für den Routinier wichtig gewesen, die Ruhe zu behalten: „Ich habe nichts verändert. Man darf nie verzweifeln und nie aufgeben, irgendwann wird man belohnt.“ Mit einem Schmunzeln fügt der gebürtige Berliner an: „Ich hoffe, dass ich jetzt nicht wieder eine halbe Saison warten muss, bis ich wieder treffe.“ Letztlich komme es jedoch auch nicht ausschließlich auf die Zahl der Tore an: „Ich weiß, dass ich trotzdem ganz vernünftig gespielt habe, auch wenn ich nicht getroffen habe. Es ist wichtig, dass man seine Leistung bringt, das habe ich im größten Teil der Saison gemacht, auch wenn es auf dem Torekonto nicht danach aussieht.“ Dort sind aktuell gerade einmal sechs Treffer hinterlegt. In den beiden Vorjahren waren es 15 und 25 nach der Hauptrunde.

Bitter: Jetzt gehört auch noch Victor Svensson zum Lazarett. Der schwedische Stürmer fällt mit einer Muskelverletzung etwa 14 Tage aus. Insbesondere mit Blick auf den kleinen Kader hat nun Headcoach Harold Kreis seine Erwartungshaltung revidiert. Die Top sechs und damit die direkte Qualifikation für die Playoffs war das angepeilte Ziel vor der Saison. Und trotz der dünnen Personaldecke liegt die DEG auch weiter noch gut im Rennen. Als Siebter stehen die Düsseldorfer vier Punkte hinter dem sechsten Platz, haben auch noch ein Spiel mehr in der Hinterhand. „Unter den Umständen“ sei er mit dem aktuellen Zwischenstand zufrieden. Er sagt aber auch: „Die Erwartungen habe ich wohl zu hoch gesteckt.“ Für den sechsten Platz „muss vieles richtig laufen“.

Das Restprogramm hat es in sich: In den noch ausstehenden 14 Partien muss die DEG achtmal auswärts antreten, hat dabei in der heißen Schlussphase einen Vierer-Auswärtspack in Serie bei den Topteams Mannheim, München und Berlin sowie in Bremerhaven. Einen positiven Aspekt gibt es jedoch derzeit herauszustellen: Angesichts der Krise des rheinischen Rivalen aus Köln sind die Düsseldorfer aktuell deutlich die Nummer eins am Rhein, der Vorsprung auf die Haie auf dem achten Platz beträgt sieben Punkte.