DEG: Jetzt geht's los

DEG: Jetzt geht's los

Am Abend wird's ernst für die DEG. Nach 56 Eishockey-Spielen, in denen es letztlich um kaum mehr als die goldene Ananas ging, müssen die Düsseldorfer Eishockey-Profis nun in maximal drei Pre-Play-off-Partien beweisen, was wirklich in ihnen steckt - oder sich vorzeitig in den Urlaub verabschieden. Um 19.30 Uhr wird in der Hannoveraner Arena der Puck zum ersten Bully eingeworfen, und von diesem Moment an muss die Truppe um Kapitän Daniel Kreutzer hellwach und top-konzentriert sein.

"Wir fangen wieder völlig von vorn an", sagt Trainer-Manager Lance Nethery. "Tore, Vorlagen, Plus-Minus-Statistik, ja selbst die Strafminuten werden auf Null gestellt. Das ist jetzt die Gelegenheit für die Spieler, die keine optimale Saison hatten, allen zu zeigen, was sie können."

Nethery nennt auch Namen - darunter natürlich die "KVK-Reihe", deren Vorrunden-Bilanz deutlich schlechter ausfiel als in der Vorsaison. "Daniel Kreutzer, Tore Vikingstad und Klaus Kathan hatten damals allesamt mehr als 20 Treffer auf dem Konto", erinnert der Kanadier. "Diesmal haben wir vier Spiele mehr absolviert, aber keiner von den dreien hat 20 Tore erzielt."

Der Kanadier legt allerdings Wert darauf, dass er das höchst mäßige Abschneiden der DEG nicht allein "KVK" in die Schuhe schieben möchte. Das Trio rückt aber in diesen Pre-Play-offs allein schon deshalb in den Focus, weil Kathan und Vikingstad nach der Saison die Metro Stars ausgerechnet in Richtung Hannover verlassen. "Da wird es immer Leute geben, die hinter jeder vergebenen Torchance der beiden Absicht wittern", meint Nethery. "Das ist zwar absoluter Quatsch, aber so denken manche. Es ist eine interessante Woche für die beiden, und sicher keine einfache Woche."

"Heimrecht spielt keine Rolle"

Dass die Scorpions heute im so wichtigen Auftaktspiel und auch in der entscheidenden dritten Partie - so diese denn nötig werden sollte - Heimrecht haben, spielt für den Trainer-Manager keine Rolle. "Vielleicht ist es sogar ein Vorteil, gegen Hannover auswärts zu spielen. Zu Hause stürmt man oft mehr nach vorn als man sollte, und das ist gerade gegen ein defensiv so starkes Team wie die Scorpions gefährlich. Und in eigener Halle hat auch Hannover mehr Druck, das Spiel machen zu müssen."

Bis auf Verteidiger Darren Van Impe sind heute alle Spieler dabei. "Darren hat eine unglaubliche Magen-Darm-Grippe", berichtet Nethery. "Wenn wir ihn mit in den Bus setzen, steckt er noch alle anderen an, und wir haben ein Riesenproblem." Die wichtigste taktische Anweisung an Van Impes Kollegen lautet: Disziplin bewahren! "Wir dürfen uns keine dummen Strafzeiten leisten. Jeder muss alles schlucken, egal ob es Haken, Halten oder Faustschläge sind." Wenn das gelingt, darf die DEG von einer Fortsetzung ihrer Serie träumen: 13 ihrer jüngsten 18 Spiele hat sie gewonnen. Noch zwei - dann steht sie im Viertelfinale.

Hier geht es zur Infostrecke: Trainer-Tipps für die DEL-Play-offs 2008

(RP)
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