DEG: Jedamziks Rückkehr

DEG: Jedamziks Rückkehr

In der Deutschen Eishockey Liga ruht wegen des Deutschland-Cups der Spielbetrieb. Erst heute um 17.30 Uhr finden sich die Profis der DEG Metro Stars (natürlich mit Ausnahme der Nationalspieler Daniel Kreutzer und Alexander Sulzer) zur ersten Trainingseinheit zusammen, bevor es am Dienstag um 19.30 Uhr im ISS Dome mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Straubing Tigers weitergeht.

Hinter den Kulissen wurde aber an den vergangenen Tagen hart gearbeitet. Zum Beispiel in der Agentur Kukulies und Kollegen, die für den Klub das Stadionfernsehen "DEG Metro Stars TV" produziert. Mit im Boot ist natürlich Agenturchef Sven Kukulies, den Eishockey-Fans seit langem als Moderator des Bezahlsenders Premiere und als Macher des DEG-Programmheftes bekannt. Projektleiter innerhalb der Agentur ist freilich jemand, der dem rot-gelben Anhang noch vertrauter ist, aus seiner Zeit als Eishockey-Profi: Rafael Jedamzik.

Vor 13 Jahren wurde der Iserlohner mit der DEG Deutscher Meister, war im Jahr 2000 am Wiederaufstieg in die DEL beteiligt. Insgesamt sechs Spielzeiten lang schnürte der heute 32-Jährige die Schlittschuhe für die Düsseldorfer und bekennt: "Dieser Verein ist etwas ganz Besonderes für mich. Es ist eine wunderbare Aufgabe, wieder für die DEG arbeiten zu dürfen." Das Wiedersehen mit Kukulies, den er aus aktiven Zeiten gut kannte, unmittelbar nach seinem Diplom als Sportwissenschaftler kam Jedamzik da natürlich gut zupass.

Der Anspruch, den die beiden sich gesetzt haben, ist hoch. "Wir wollen mit dem Metro-Stars-TV nicht wie Hobbyfilmer dastehen, sondern wie echtes Fernsehen wirken", erklärt Jedamzik. Dafür setzt die Agentur zwei bemannte und zwei unbemannte Kameras ein, arbeitet mit etlichen Profis zusammen. Auf dem Sektor Talkrunden/Fans ist zum Beispiel der lokale Radiosender Antenne Düsseldorf der Partner. "Auch als Wiedererkennungs-Effekt", erklärt Kukulies.

Mit dem Stadion-TV wollen Kukulies und Jedamzik, der während der Spiele im Übertragungswagen alles unter Kontrolle hat, die Zuschauer enger an die DEG binden. Neue Fans sollen informiert, langjährige Anhänger dabei aber nicht gelangweilt werden - und das alles auf hohem technischen Niveau. Schließlich bietet die Agentur die bei den Heimspielen im ISS Dome aufgenommenen Bilder sogar Fernsehsendern wie Premiere, dem DSF und dem WDR zur Zweitverwertung an.

"Und die Sender greifen dank der technischen Qualität gern darauf zurück", berichtet Jedamzik nicht ohne Stolz.

Lediglich, wenn's strittig wird, zeigt "Rafi" den Fans keine Zeitlupen. "Das ist ein Agreement mit den Schiedsrichtern", erklärt er. "Wir wollen ihnen das Leben schließlich nicht noch schwerer machen."

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