DEG: Hausaufgabe heißt Hannover

DEG: Hausaufgabe heißt Hannover

Die DEG Metro Stars brauchen am Mittwoch einen Sieg, dann stehen sie sicher in den Play-offs. Die Anspannung ist da, soll aber positiv sein. "Für solche Spiele machen wir diesen Sport", findet Manager Nethery.

Die Ausgangslage der DEG Metro Stars könnte schlechter sein. Am Dienstagabend (19.30 Uhr im Live-Ticker) empfangen sie im Rather ISS Dome die Hannover Scorpions, gegen die sie in dieser Spielzeit noch nicht verloren haben, und mit einem erneuten Erfolg stünden die Düsseldorfer Eishockey-Profis sicher in den Play-offs. Zudem nehmen sich die Konkurrenten noch gegenseitig Punkte ab (siehe Info-Kasten).

Doch obwohl die Ausgangslage auf den ersten Blick so prächtig erscheint — die DEG muss erst einmal ihre Hausaufgaben machen. Und Hannover ist trotz der positiven Bilanz ein unangenehmer Gegner für die Düsseldorfer, die zweimal erst nach Penaltyschießen gegen die Scorpions gewinnen konnten.

"Wir kennen sie aus der vergangenen Saison, aus dem Play-off-Halbfinale damals und aus dieser Saison", sagt DEG-Trainer Harold Kreis. "Das waren immer hart umkämpfte Spiele. Hannover spielt körperbetont, abwartend, auf Konter lauernd. Da müssen unsere Tugenden zum Tragen kommen: Schnelligkeit, kämpferische Elemente und ein präziser Abschluss." Der durchaus öfter und vor allem platzierter erfolgen dürfte als bei der unnötigen 2:3-Niederlage beim Schlusslicht Kassel am Sonntag. Denn erst durch diese Pleite brachte sich die DEG um Platz zwei, der in den Play-offs Heimrecht bis mindestens ins Finale garantiert. Sollte dort nicht Vorrunden-Meister Berlin warten, sogar bis in die Endspiel-Serie.

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Der zweite Platz bringt aber nicht nur einen psychologischen (Heim-) Vorteil, sondern auch einen handfesten finanziellen: Ein Spiel mehr pro Serie zu Hause könnte bei einem entsprechend weiten Weg sogar die Lücke im Etat schließen, die der bisher enttäuschende Zuschauerschnitt gerissen hat. So war es zumindest in der Vorsaison, denn nur durch den Einzug ins Finale mit der nahezu größtmöglichen Anzahl an Spielen wurde ein Minus vermieden. "Die Spieler wissen, dass es gegen Hannover auch finanziell ein sehr wichtiges Spiel für den Klub ist", sagt Manager Lance Nethery.

Nervös würden sie deshalb aber nicht, sagt der sportliche Leiter, der indes zugibt, "aufgeregter als die Spieler" zu sein. Kreis erklärt: "Eine gewisse Anspannung ist immer vorhanden. Diese muss aber aus Zuversicht erwachsen, nicht aus Angst. Wenn du bei einer Auswärtsfahrt denkst: ,Hoffentlich kommt der Bus nicht an', kannst du nicht gewinnen."

Für Nethery ist die Partie heute sogar "das erste Play-off-Spiel. Ein großes Spiel. Dafür machen wir doch Sport. Das muss aufregend sein". Kreis ergänzt: "Es sind diese Spiele, die am meisten Spaß machen. Da würde jeder Manager oder Trainer gern mit den Spielern tauschen. Es ist die Phase in der Saison, in der sich alle Mannschaften in Position bringen. Wie Rennpferde", sagt Kreis und fügt nach kurzem Überlegen hinzu: "Aber der Gaul muss auch rennen." Das dürfte auch für Eishockey-Spieler gelten.

(RP)