Eishockey in der DEL: Düsseldorfer EG schlägt Schwenninger Wild Wings

Sieg beim Tabellenletzten : DEG dreht Spiel in Schwenningen

Fast hätte die DEG gegen das DEL-Schlusslicht Schwenninger Wild Wings in die vierte Verlängerung in Folge gehen. Maxi Kammerer sorgte aber dafür, dass die Düsseldorfer trotz zwischenzeitlichem Rückstand nach 60 Minuten jubeln durften.

Maxi Kammerer hat die Düsseldorfer EG am Freitagabend vor der vierten Verlängerung im vierten Spiel gegen den Tabellenletzten aus Schwenningen bewahrt. Mit einem stark abgeschlossenen Alleingang kurz vor dem Ende einer insgesamt schwachen Partie in der Deutschen Eishockey Liga setzte der Stürmer den Schlusspunkt beim 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)-Auswärtserfolg der Rheinländer.

DEG-Cheftrainer Harold Kreis hatte seine Mannschaft vor der Reise gen Süden eindringlich gewarnt, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Immerhin hätte das abgeschlagene Kellerkind der Liga in ihrer engen Halle einen echten Heimvorteil. Und in der Tat taten sich die Rot-Gelben im ersten Drittel richtig schwer in die Partie zu kommen. Und das, obwohl die 3236 Zuschauer im Stadion an diesem Abend nun wahrlich nicht den befürchteten Hexenkessel entfachten. Doch weil die Düsseldorfer sich selbst mit frühen Strafzeiten selbst dezimierten, gehörten die ersten Offensivaktionen gleich den Schwenningern.

Auch in der Folge blieben die Gastgeber optisch im Vorteil und gingen in der 15. Minute dann auch verdient in Führung. Nach einem schlimmen Fehlpass von Ken-André Olimb im eigenen Drittel bedankte sich Michael Blunden mit einem flachen Schuss vorbei an Mathias Niederberger. Davor und danach bügelte der DEG-Goalie mit der ein oder anderen Parade die Fehler seiner Mitspieler aus. In dieser Szene hatte aber auch der 27-Jährige das Nachsehen.

Auf der Gegenseite erwischte Torhüter Dustin Strahlmeier dagegen zunächst einen eher ruhigen Arbeitstag. Einzig bei einem Alleingang von Tobias Eder dürfte sich der Puls des Schlussmanns kurz erhöht haben, eingreifen musste er gegen den letztlich klar verzogenen Abschluss des jungen DEG-Stürmers aber nicht. Und so blieb es zur ersten Pause bei der knappen, aber durchaus verdienten Führung für Schwenningen und einem ernüchternden Auftritt der Rheinländer.

Daran änderte sich auch im Mitteldrittel wenig. Weiter machten die Düsseldorfer viele Fehler, leisteten sich viele unerklärliche Ungenauigkeiten. Erst nach einer knappen halben Stunde hatte die DEG mal eine gute Torszene durch Leon Niederberger und Tobias Eder – zugleich eine Art Weckruf für die Rot-Gelben. Denn auch wenn der Torerfolg auf sich warten ließ, nahmen die Gäste das Heft zunehmend in die Hand. Das zeigte auch die nach 40 Minuten nun nahezu ausgeglichene Statistik von 18:20 Schüssen aus Sicht der DEG.

Der anvisierte Ausgleichstreffer fiel dann im Schlussabschnitt. Nach nur 45 Sekunden fand ein abgefälschter Schuss von Luke Adam den Weg ins Tor. Und plötzlich erlebten die Zuschauer ein völlig offenes Eishockeyspiel, das Kammerer am Ende für eine etwas glücklichere DEG entschied. So endete ein Spiel zwischen den beiden Vereinen in dieser Saison erstmals nach 60 Minuten.

Schwenningen – DEG 1:2 (1:0, 0:0, 0:2)

DEG: M.Niederberger (Hane) – Johannesen, Zanetti; Jensen, Huß; Ebner, Geitner – Adam, Olimb, Flaake; Kammerer, Barta, Gardiner; Jahnke, Buzas, Bukarts; L.Niederberger, Eder.

Tore: 1:0 (14:09) Blunden (Bassen), 1:1 (40:45) Adam (Flaake), 1:2 (56:38) Kammerer.

Strafen: SERC 4, DEG 8.

Schiedsrichter: Hunnius/Iwert.

Zuschauer: 3236.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Schwenningen - DEG: die Bilder des Spiels