Vierte Niederlage in Folge DEG geht auch in Iserlohn leer aus

Iserlohn · Der Freitag sollte die Wende einläuten für die Düsseldorfer Eishockeyprofis. Doch nach einer defensiv ganz schwachen Vorstellung gibt es die vierte Niederlage in Folge. In Iserlohn heißt es am Ende 4:7.

Bedient als dominierende Düsseldorfer Mimik: Hier ärgern sich Alexander Barta (l., Nr. 29) und Justus Böttner (r.) über das zweite Gegentor.

Bedient als dominierende Düsseldorfer Mimik: Hier ärgern sich Alexander Barta (l., Nr. 29) und Justus Böttner (r.) über das zweite Gegentor.

Foto: Birgit Häfner/Birgit Haefner

Wenn dieser Eishockey-Abend in Iserlohn ein Gesicht gebraucht hatte, um die Lage aus Sicht der Düsseldorfer EG einzufangen, dann war es das von Roger Hansson. Enttäuscht und auch etwas genervt sah er aus, der DEG-Trainer. Hatte sein Team doch schon wieder verloren. Zum vierten Mal in Folge. Und das bei einem Team, das zuvor ebenfalls dreimal leer ausgegangen war und dabei 3:15 Gegentore erlebte. Doch für die DEG reichte es, die verlor 4:7 und hat nun nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Nicht-Play-off-Plätze der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).

„Wir haben die Gegentore zu einfach hergeben“, sagte Hansson bei „Magentasport“ nach einem Abend, der aus Sicht der DEG schon schlecht begonnen hatte: Bernhard Ebner meldete sich verletzt ab und wird auch am Sonntag (14 Uhr) gegen Schwenningen fehlen. Der dritte Ausfall in der Defensive. Wenn es eine Konstante in dieser DEG-Saison gibt, dann sind es Verletzungen.

DEL-Saison 2023/24: Die Topscorer der Düsseldorfer EG​
25 Bilder

Die Topscorer der Düsseldorfer EG

25 Bilder
Foto: Birgit Häfner

Alles andere als konstant waren bislang die Ergebnisse. Wann immer die DEG den dritten Sieg in Folge einfahren konnte, verlor sie. Wann immer sie zweimal am Stück verlor, folgte ein Sieg. Erst am Dienstag gegen Nürnberg war das anders. Was das Wochenende mit Spielen in Iserlohn und gegen Schwenningen umso wichtiger machte. Ging es doch nicht nur um die Laune, sondern auch darum, den geschmolzenen Vorsprung auf Platz elf wieder zu vergrößern.

Doch der Plan bekam schon in der ersten Minute einen Dämpfer. Erster Iserlohner Schuss, erstes Tor. Genau das, was die Düsseldorfer vermeiden wollten, weil die Halle nun noch lauter wurde. Kurz danach lag der Puck erneut im DEG-Tor. Doch die Schiedsrichter nahmen den Treffer zurück, Henrik Hane hatte einen Schläger an den Hals bekommen.

Erst ab der fünften Minute hatte auch die DEG Druckphasen, doch die Qualität im Abschluss war wie zuletzt deutlich zu schlecht, auch Niklas Heinzinger und Alexander Ehl scheiterten aus aussichtsreichen Positionen. Und weil die Stürmer drei Minuten vor Drittelende nicht konsequent zurückarbeiteten, durfte Sena Acolatse einen schönen Konter zum 2:0 abschließen. Das entsprach nicht wirklich dem Spielverlauf, aber der hat die Anzeigetafel ja noch nie interessiert.

Das Problem war: Genauso ging es weiter, auch die nächsten beiden Iserlohner Chancen waren direkt drin, weil die Düsseldorfer immer wieder Lücken ließen oder in Konter rannten. Da war es fast schon egal, dass Ehl zwischenzeitlich zum 1:3 traf. Nach 25 Minuten standen vier Gegentore aus 13 Schüssen zu Buche – gegen einen keinesfalls überragenden Gegner.

DEL: Iserlohn Roosters gegen die DEG - die Statistiken zum Spiel​
Infos

Iserlohn Roosters gegen die DEG: die Statistiken zum Spiel

Infos
Foto: IMAGO/osnapix/IMAGO/osnapix / Duckwitz

Zumindest gab sich die DEG nicht auf und war von der reinen Anzahl der Chancen her auch nicht viel schlechter. Aber im Vergleich zu den Roosters wirkte wenig davon zwingend. Und dann kam auch noch Pech dazu, als die Schiedsrichter ein Tor nicht gaben, Philip Gogulla soll den Torhüter behindert haben. Eine harte Entscheidung, aber sie passte zu diesem Abend. Der hatte aber auch einen feinen Spielzug über McAulay und Gogulla zu bieten, der zum 2:4 traf. Danach war zu sehen, dass auch die Iserlohner mit sich zu kämpfen haben, für ein paar Minuten spielte nur noch die DEG. Alexander Barta und Daniel Fischbuch hatten das 3:4 auf dem Schläger.

Das fiel aber nicht. Stattdessen nutzten die Roosters auch im dritten Drittel ihre ersten beiden Chancen. 6:2 nach 45 Minuten. Wenn dieser Abend überhaupt etwas Positives aus DEG-Sicht hatte, dann die Tatsache, dass es die Gäste auch danach versuchten und endlich mal wieder im Powerplay trafen. Sogar zweimal: Erst Tobias Eder, dann Alexander Ehl. Doch ein Konter und das siebte Iserlohner Tor später war es dann endgültig vorbei.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort