Eishockey: DEG-Trainer Harold Kreis ist begeistert von seinem lettischen Zugang

Eishockey : „Rihards ist unglaublich schnell“

DEG-Trainer Harold Kreis ist begeistert von seinem lettischen Zugang, und auch von den anderen Neuen.

Es herrscht bei der DEG ein ganz anderes Selbstverständnis als in den Vorjahren. Nach der starken Vorsaison ist an der Brehmstraße das Selbstbewusstsein deutlich zu spüren, mit dem die Truppe in die Vorbereitung auf neue Spielzeit gestartet ist. Sie muss diesmal keine Vergangenheitsbewältigung betreiben, bevor sie sich auf die neuen Ziele konzentriert.

Eine Bestätigung es Vorjahresergebnisses schätzt Trainer Harold Kreis als realistisch ein. Ob sogar noch mehr möglich sei? Das sei Spekulation, meint er. Nach den ersten Trainingseinheiten ist der Coach, der normalerweise nicht zum Überschwang neigt,  aber restlos begeistert von seinen Zugängen. „Ich bin positiv überrascht von den Neuen“, sagte der 60-Jährige, als er am Freitagmittag über seine ersten Eindrücke von den Übungseinheiten plauderte. Beeindruckt hat ihn dabei auch der Lette Rihards Bukarts. Der sei „unglaublich schnell“, das habe man im Training deutlich gesehen. Kreis ist sicher, dass der Umbruch mit 14 neuen Spielern „für mehr Tiefe im Kader gesorgt“ habe. „Wir verfügen nun über größere technische Fähigkeiten im Kader als vergangene Saison und haben einen guten Mix aus alten und jungen Spielern. “

Kreis geht in seine zweite Saison in Folge bei der DEG. Dafür hat sich an seiner Seite viel getan: Neu sind Torwarttrainer Magnus Helin und Co-Trainer Thomas Dolak, der sich am Freitag ebenfalls positiv äußerte: „Ich habe  einen sehr guten Eindruck von der Mannschaft. Alle haben während der anstrengenden Einheiten gut mitgezogen und hart gearbeitet“, sagte der 40-jährige Tscheche. Die Übungen waren so kräftezehrend, dass das Trainerteam seinen Schützlingen am Sonntag frei gibt. „Am Samstag absolvieren wir noch einen Lauftest auf dem Eis, dann haben sich die Spieler einen freien Tag verdient. Einige sind während der vergangenen Woche schon an ihre Belastungsgrenze gekommen.“

Zur besseren Regeneration haben die Düsseldorfer nun Esoterik und Meditation entdeckt. „Wir haben einige Spieler, die für unser Angebot aufgeschlossen sind“, berichtet Kreis. Dazu gehört auch Kapitän Alexander Barta. „Wir probieren die Möglichkeit, durch Meditation nach den Spielen besser herunterfahren zu können. Wir geben den Spielern die Technik an die Hand, und sie können probieren, ob sie damit klar kommen“, sagt Kreis. „Das ist eine spannende Sache. Im besten Falle, schöpfen sie durch die Entspannung neue Energie.“

Als Herausforderung sieht Kreis die „neuen Kulturen im Team“. Die Spieler aus Schweden, Norwegen, Dänemark, Lettland und Kanada hätten eine ganz andere Spielweise und -kultur, sie müssten sich erst an den offensiven Stil seiner Mannschaft gewöhnen. „Unseren Stil des zügigen Spiels nach vorne wollen wir beibehalten. Die Neuen sind das nicht gewohnt. Aber das dürfte für sie kein Problem sein, denn das sind alles intelligente Menschen. Sie werden sich schnell im Training an unser System gewöhnen.“

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