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Eishockey: DEG-Spieler träumen von der WM

Düsseldorfer beim Nationalteam : DEG-Spieler träumen von der WM

Mirko Pantkowski, Daniel Fischbuch, Tobias Eder und Alexander Ehl waren am Wochenende wieder mit der Nationalmannschaft unterwegs. Wer wirklich mit nach Finnland darf, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

Gut eineinhalb Wochen sind es noch bis zur Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland. Und noch immer steht der deutsche Kader nicht endgültig fest, erst wenn die Finalserie der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zwischen Berlin und München beendet ist, weiß Bundestrainer Toni Söderholm, auf wen er in Helsinki zurückgreifen kann. Und dann wissen auch erst die aktuell vier Kandidaten der Düsseldorfer EG, ob es etwas wird mit ihrem WM-Traum.

Zwei weitere haben aber bereits abgesagt – zwei, die bereits Weltmeisterschaften erlebt haben: Marco Nowak und Bernhard Ebner. Nowak plagt sich weiter mit der Verletzung herum, die ihn schon die Play-offs kosteten. Zwar versuchte er es zuletzt immer wieder, doch die Schmerzen waren zu groß. Ebner wiederum ist kürzlich Vater geworden. Schon den ersten Tagen nach der Geburt war er ständig unterwegs, die Play-offs standen ja noch an, deswegen will er nun so viel Zeit wie möglich mit Freundin und Kind verbringen, für die WM sagte er ab.

Bleiben die vier Spieler, die bereits bei der Vorbereitung der Nationalmannschaft sind: Torhüter Mirko Pantkowski sowie die Stürmer Daniel Fischbuch, Tobias Eder und Alexander Ehl. Fischbuch ist der einzige aus dem Quartett, der bereits eine WM erlebt hat, im Vorjahr war er in Lettland dabei, als die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) es bis in Halbfinale schaffte. Da war er eher Ergänzungsspieler, mit Blick auf seine überragenden Play-offs könnte diesmal mehr drin sein. Vor allem in Überzahl.

Wie es mit den anderen drei Düsseldorfern aussieht, ist noch nicht klar. Das hängt auch davon ab, wer noch von den Finalisten zur Nationalmannschaft kommt. Bundestrainer Söderholm hofft natürlich auf möglichst viele, um das schwache Abschneiden bei Olympia in Peking vergessen zu machen. Und einen DEG-Spieler hat er besonders gern: Alexander Ehl, in zwei der drei jüngsten Testspiele einziger deutscher Torschütze. Aber nicht nur deswegen sagte Söderholm in der aktuellen Ausgabe der „Eishockey News“: „Alex ist für jeden Coach ein Wunschspieler. Er steht taktisch die ganze Zeit sehr, sehr gut und erledigt seine Aufgaben mannschaftsdienlich. Er arbeitet in beide Richtungen unglaublich hart und ist in Über- wie Unterzahl einsetzbar. Jeder, der ihn gecoacht hat, sagt, dass es eine Freude ist, mit ihm zu arbeiten.“

Auch mit Eder ist er zufrieden. Beim 1:3 vergangene Woche gegen die Slowakei wurde der zum Spieler des Spiels gewählt. Im gleichen Spiel stand Pantkowski zum ersten Mal in dieser Saison im DEB-Tor. Ob er das weiterhin machen darf, ist aber nicht sicher. Am Donnerstag beginnt die letzte Phase der WM-Vorbereitung in Schwenningen. Erst danach wird klarer, für wie viele DEG-Spieler die Sommerpause begonnen hat oder wer noch nach Finnland fliegt.