4:1 gegen Frankfurt DEG betreibt späte Werbung in eigener Sache

Düsseldorf · Gegen die Löwen aus Frankfurt gelingt der Düsseldorfer EG ein 4:1-Sieg. 12.138 Fans, darunter viele Schüler, werden in der Schlussphase für ihr Kommen belohnt.

 DEG-Coach Roger Hansson.

DEG-Coach Roger Hansson.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Drei Punkte, ein gut besuchter Rather Dome und späte Werbung in eigener Sache: Die Düsseldorfer EG hat im dritten Anlauf erstmals den Aufsteiger Löwen Frankfurt in der Deutschen Eishockey-Liga bezwungen. Einen wirklichen Leckerbissen bekamen die 12.138 Fans am Freitagabend beim 4:1 (0:0, 1:0 3:1) über weite Strecken aber nicht zu sehen.

Die vergleichsweise große Kulisse kam zustande, weil die Rot-Gelben nach zweijähriger Pause (Corona) erstmals wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler zu günstigen Konditionen eingeladen hatten, um mit einem unterhaltsamen Abend neue Fans zu gewinnen. Das Problem: Der Unterhaltungsfaktor ließ lange auf sich warten.

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Zu Beginn etwa brauchten die Düsseldorfer einen Moment, um überhaupt in die Partie zu finden. Früh mussten sie eine Unterzahl, später einen Alleingang des Frankfurters Dominik Bokk überstehen. Das gelang, weil der starke Henrik Haukeland, der im Vergleich zum Spiel in Schwenningen (2:1-Efolg) für Hendrik Hane zwischen die Pfosten zurückkehrte, direkt zeigte, was er kann.

Neben der Torhüterposition hatte DEG-Trainer Roger Hansson auch seine Verteidigung und den Sturm etwas umgebaut: So stand Bernhard Ebner nach überstandener Verletzung wieder für die Abwehr zur Verfügung. Im Angriff rückte Stephen Harper, der im Schwarzwald und zuvor in Nürnberg erkrankt gefehlt hatte, in der zweiten Reihe an die Seite von Alexander Barta. Alexander Ehl kam dafür in der dritten Formation zum Einsatz.

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Doch auch die Rückkehrer konnten im gesamten ersten Durchgang nicht so richtig für Schwung sorgen. Hinten ließ die DEG zwar nach der schadlos überstandenen Anfangsphase wenig zu, vorne fehlte aber der entscheidende Zug zum Tor. Kaum gelungene Spielzüge und Chancen auf beiden Seiten bedeuteten zur ersten Pausensirene, dass die Anzeigetafel keinerlei Treffer in einer sehr zerfahrenen Begegnung anzeigte.

Zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr im Dome war Jakub Borzecki, der einen Schläger ins Gesicht bekommen hatte und mit einer großen Wunde ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die nicht gegebene Strafe blieb einer der ganz wenigen Aufreger im ersten Drittel.

Etwas unterhaltsamer kam dann der Start des Mittelabschnitts daher. Zunächst reagierten beide Torhüter je einmal stark, ehe Harper den Frankfurter Vertreter Jake Hildebrand mit einem Schuss von hinter dem Tor an dessen Rücken überlistete – 1:0! Ein Treffer, der eine kuriose Parallele zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams in Düsseldorf darstellte. Denn auch am 23. Oktober war die DEG in der 24. Minute in Führung gegangen, wenn auch ganze fünf Sekunden später. Am Ende hatten die Rheinländer damals aufgrund eines schlechten Schlussdrittels noch mit 2:4 verloren. Und diesmal?

Diesmal erzielte Luca Zitterbart den zweiten Treffer für die DEG, den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für die Löwen besorgte der ehemalige Düsseldorfer Stürmer Chad Nehring, ehe Daniel Fischbuch und Tobias Eder schließlich mit ihren Schüssen ins leere Tore für die Entscheidung und den 4:1-Endstand sorgten. Und so durften die DEG-Spieler am Ende drei insgesamt verdiente Punkte mit der Schools-Day-Kulisse feiern, nachdem die Schlussphase für die zuvor lange zähe Partie entschädigt hatte.

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