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Düsseldorfer EG: Ein Plädoyer für mehr "Sportstadt"

Düsseldorfer EG : Ein Plädoyer für mehr "Sportstadt"

Düsseldorf hat Eishockey in seiner DNA. Den letzten Beweis dafür hat die Stadt mit dem Winter Game abgeliefert. Das war ein Sportspektakel der gehobenen Kategorie. Vieles wird heutzutage als normal wahrgenommen. Ein Eishockeyspiel in einer Arena? Wird schon irgendwie gehen. Nur dieses "irgendwie" ist manchmal komplizierter, als man es so lapidar dahinsagt.

Die DEG, achtmaliger Deutscher Meister, hat die Aufgabe mit dem Prädikat "besonders gelungen" gestemmt. Sie hat es bei all dem Gigantismus einer XXXL-Veranstaltung dennoch vermocht, die eigene Handschrift durchzudrücken. Da waren keine Eventmanager am Werk, sondern Eishockey-Versteher. Das waren Leute, die auf ihr Portemonnaie, aber eben auch auf den Sport achten. In dieser Kombination ist das gewiss nicht überall eine Selbstverständlichkeit.

Das sind recht weiche Töne in einer Welt, in der es für viele einfacher zu sein scheint, zu sagen (und anonym zu schreiben), was alles nicht gut war. Natürlich wäre es besser gewesen, das Dach wäre geöffnet worden. Aber ein Sturm machte dies unmöglich. Die Alternative dazu: Es hätte kein Winter Game gegeben. Einige fanden Mando Diao schrecklich krächzig, ein paar fanden die Stadionmoderatoren zu laut, das Bier zu warm, in der Arena die Luft zu kalt - und ein paar waren vermutlich auch nicht mit ihren Sitznachbarn hundertprozentig zufrieden. Notiert.

Viel wichtiger war zu sehen, was Düsseldorf bieten kann. Was Menschen hier bewegen können. Sportstadt ist man nicht, weil irgendjemand sich das im Rathaus aus Marketinggründen ausgedacht hat. Dieses Label muss man sich verdienen. Mit Investitionen in den Breitensport, aber auch Höhepunkten wie einem Winter Game. Es gilt also, den Standort Düsseldorf nachhaltig als Eishockey-Hauptstadt zu empfehlen. Eine Wiederholung ist sehr gut vorstellbar. In zwei Jahren gibt es wieder eine Chance dazu.

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(RP)