Düsseldorfer EG verliert nach 21 Sekunden in der Overtime

Niederlage nach 21 Sekunden der Overtime : Rumpftruppe der DEG verliert Kampfspiel

Zum dritten Mal in der laufenden Saison geht die Partie der Düsseldorfer gegen den Schwenninger ERC in die Verlängerung. Erstmals verliert das Team von Trainer Harold Kreis mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1).

Der Termin besaß durchaus einen Seltenheitswert. Samstags ins Eisstadion zu gehen, das ist für den eingefleischten Fan und auch alle übrigen Anhänger ungewohnt. Durch die Weihnachtstage hat sich der Rhythmus in der Deutschen Eishockey Liga jedoch ein wenig verschoben, und so empfing die DEG eben an einem Samstag die Schwenninger Wild Wings. Die ersten beiden Partien gegen das Team aus Baden-Württemberg hatten die Düsseldorfer jeweils mit 3:2 nach Verlängerung und Penaltyschießen gewonnen. Diesmal ging es erneut in die Overtime und auch das Endergebnis war identisch – nur holten sich die Schwenninger den Sieg.

Die Begegnung war erst wenige Minuten alt, da prüfte Schwenningens Angreifer Jordan Caron bereits die Funktionstüchtigkeit des Gebälks. Sein strammer Schuss klatschte gegen den Pfosten, DEG-Goalie Mathias Niederberger wäre machtlos gewesen. Als Weckruf entpuppte sich diese Aktion für die personell arg gebeutelten Hausherren – Rihards Bukarts, Johannes Huß, Alexander Urbom, Chad Nehring, Marco Nowak, Alexander Sulzer, Alexander Dersch und Ersatztorhüter Hendrik Hane fehlten – nicht. Die Düsseldorfer vermochten es kaum, sich aus dem eigenen Drittel zu befreien, auch weil die Gäste in der Offensive viel Druck machten. Die Schussstatistik nach dem ersten Drittel belegte diesen Eindruck: Während aufseiten der DEG drei Torabschlüsse zu Buche standen, hatten die Schwenninger gleich 14 Mal Maß genommen.

Allerdings fand nur ein Versuch den Weg an Niederberger vorbei, als der Puck von der Bande genau auf dem Schläger Matthew Careys und dann im Netz landete. Dass sich die Höhe des Rückstandes im Rahmen hielt, war auch der Tatsache geschuldet, dass das Team von Coach Harold Kreis mit dem letzen Aufgebot immerhin leidenschaftlich verteidigte und sogar eine einminütige doppelte Unterzahl – Luke Adam und Bernhard Ebner hatten auf der Strafbank gehockt – schadlos überstand. Auf der Gegenseite bot sich der DEG lediglich eine halbwegs aussichtsreiche Konterchance, doch Alexander Bartas Zuspiel auf Maximilian Kammerer fehlte die nötige Präzision.

Im zweiten Abschnitt fanden die Landeshauptstädter einen besseren Zugang zum Spiel und traten vor allem vor dem Schwenninger Tor gefährlicher in Erscheinung. Allerdings erst, nachdem es noch einmal hinter Niederberger gerappelt hatte. Alexander Weiß nutze einen kurzen Moment fehlender Orientierung, um den Vorsprung der Gäste auszubauen. Die Kreis-Truppe präsentierte jedoch die passende Antwort und kam wieder heran. Jerome Flaake initiierte den ersten so richtig konsequent zu Ende gespielten Angriff und drückte die Scheibe dann höchstpersönlich über die Linie, nachdem Charlie Jahnke noch an Dustin Strahlmeier im Kasten der Schwenninger gescheitert war.

Anschließend plätscherte das Geschehen vor sich hin und erreichte weiterhin kein sonderlich hohes Niveau. Trotzdem agierte die DEG insgesamt druckvoller und nahm auch die eigenen Anhänger mit, die zuvor von den zahlreich mitgereisten Gästefans größtenteils übertönt worden waren. Der Ausgleich fiel jedoch nicht, weil Jahnke nur Strahlmeiers Maske traf und Kammerer seine große Chance wenige Sekunden vor dem Drittelende ebenfalls liegenließ.

Im Schlussdrittel hielt sich der Unterhaltungswert zunächst erneut in Grenzen, bis die DEG plötzlich mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis agieren durfte. Und eine Sekunde vor dem Ablauf der ersten Schwenninger Strafzeit jubelte der Dome tatsächlich ein zweites Mal. Ebner hatte den Puck zu Reid Gardiner weitergeleitet, und dessen Schlagschuss flatterte wie an einer Schnur gezogen ins Tor. Obwohl das Feuer anschließend entfacht war und eine umkämpfte Schlussphase folgte, fiel die Entscheidung wieder in der Verlängerung – mit dem besseren Ende für Schwenningen.

Statistik

DEG: M. Niederberger (Hegmann) – Johannesen, Zanetti; Jensen, Ebner; Geitner – Gardiner, Barta, Kammerer; Flaake, Olimb, Adam; Eder, Svensson, Jahnke; Buzas, L. Niederberger.

Schiedsrichter: Falten/Iwert.

Zuschauer: 8816.

Tore: 0:1 (11:16) Carey (Caron, Yeo), 0:2 (24:49) Weiß (Carey), 1:2 (26:03) Flaake (Jahnke, Johannesen), 2:2 (53:02) Gardiner (Ebner, Barta – 5:3), 2:3 (60:21) Caron (Bourke, Robak).

Strafminuten: DEG 6, Schwenningen 8.

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