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Düsseldorfer EG verliert bei den Nürnberg Ice Tigers nach Verlängerung - Charlie Jahnke verletzt sich

2:3 nach Verlängerung in Nürnberg : Jahnkes Verletzung schockt die DEG

Die Düsseldorfer EG verlor in Nürnberg 2:3 nach Verlängerung, verteidigte aber dennoch den fünften Platz. Überschattet wurde die Partie von der schweren Fußverletzung von Außenstürmer Charlie Jahnke, der monatelang ausfallen wird.

Die DEG hat ihr letztes Hauptrundenspiel 2:3 (2:0, 0:1, 0:1; 0:1) nach Verlängerung bei den Nürnberg Ice Tigers verloren, aber dennoch den fünften Platz in der Abschlusstabelle verteidigt. Damit treffen die Düsseldorfer im Viertelfinale, das am 17. März mit einem Auswärtsspiel beginnt, auf die Eisbären Berlin. Die Hauptstädter leisteten am Sonntag mit einem 4:3-Sieg über den DEG-Konkurrenten Bremerhaven Schützenhilfe.

Doch es ging in Nürnberg nur noch um das i-Tüpfelchen auf eine gelungene Hauptrunde – umso bitterer für DEG-Trainer Harold Kreis, dass er in dieser vergleichsweise unbedeutenden Partie die nächste Verletzung mitansehen musste. Kurz vor Ende des zweiten Drittels checkte der Nürnberger Brett Festerling Außenstürmer Charlie Jahnke, als dieser gerade um das gegnerische Tor herumkurvte. Jahnke schlug mit dem Kopf gegen die Bande und verdrehte sich zudem dabei das rechte Bein, das er beim Aufprall gefährlich unter dem Körper angewinkelt hatte.

„Es ging Charlie gar nicht gut“, berichtete Teamkollege Jerome Flaake in der zweiten Pause. „Er konnte mit dem rechten Fuß nicht auftreten, wir mussten ihm in die Kabine helfen.“ Eine Strafe für Festerling gab es in dieser Szene rätselhafterweise nicht, hatte der Ice Tiger doch den Check mit beiden Fäusten gegen Kopf und Nacken ausgeführt. Viel schlimmer für die DEG jedoch, dass Jahnke sich schwer am Fuß verletzte und nach Auskunft des Vereins monatelang ausfallen wird. Der 22-Jährige wurde noch während der Partie ins Krankenhaus gebracht.

Sportlich führten die Gäste zu diesem Zeitpunkt 2:1, hätten im Falle einer Herausstellung Festerlings sogar eine Fünf-gegen-drei-Überzahl gehabt. Es wäre die Chance gewesen, den alten Abstand wiederherzustellen, nachdem der langjährige Düsseldorfer Patrick Reimer zu Beginn des Mitteldrittels verkürzt hatte. Im ersten Abschnitt hatte die DEG auf kuriose Weise, aber deshalb nicht unverdient eine Zwei-Tore-Führung herausgeschossen. Das 1:0 ging dabei auf das Konto von Topscorer Reid Gardiner – offiziell, denn Torhüter Niklas Treutle hatte einen Schuss des Kanadiers an den Helm eines Nürnberger Abwehrspielers gelenkt, und von dort sprang der Puck ins Netz. Mit einem herrlichen Schlagschuss legte Johannes Johannesen den zweiten Treffer nach.

Die DEG versäumte es jedoch, entscheidend nachzulegen und kassierte noch den späten Ausgleich und Patrick Reimers Treffer in der Verlängerung. Mathias Niederberger, der entgegen der ursprünglichen Planung des Trainerteams doch das Tor hütete, drückte es so aus: „Nürnberg war gut, wir waren nur ansatzweise gut. Vielleicht gibt uns das einen Denkanstoß für die Play-offs.“ Niederberger hatte seine Mannschaft zuvor mit überragenden Paraden, unter anderem gegen einen Penalty von Daniel Fischbuch, im Spiel gehalten.

Vollends den Stab über seine Teamkollegen wollte der Keeper jedoch nicht brechen. „Die Mannschaft hat Charakter“, betonte der 27-Jährige. Und zudem saß der Schock nach Jahnkes Verletzung tief.