Düsseldorfer EG verliert 1:3 gegen die Adler Mannheim

1:3 gegen die Adler Mannheim : DEG verliert in 14 Sekunden das Spiel

Gegen Eishockey-Meister Adler Mannheim agieren die Düsseldorfer lange auf Augenhöhe, unterliegen aber dennoch 1:3. Am Freitag geht es gegen Berlin weiter in der DEL.

Eine chaotische Phase rund um die zweite Drittelpause hat die DEG um den Lohn einer lange Zeit guten Leistung gebracht. Nach dem Ausgleich von Meister Adler Mannheim kassierten die Düsseldorfer Eishockey-Profis innerhalb von 14 Sekunden den entscheidenden Doppelschlag, der zur 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)-Niederlage gegen die Kurpfälzer führte. Der Meister bestrafte die Fehler der DEG gnadenlos.

Wenn man seit Wochen nur noch vier gesunde Verteidiger zur Verfügung hat, denen man dann gelegentlich Youngster Nicolas Geitner als Entlastung zur Seite stellt, dann freut man sich über jede positive Nachricht aus dem Lazarett. Die News von Sonntagmittag betraf Abwehrhüne Alexander Urbom, der sich nach überstandenem Muskelfaserriss endlich wieder gesund meldete. Der Schwede stockte das Defensivkontingent der DEG inklusive Geitner wieder auf sechs auf, so dass jeder einzelne Verteidiger ein bisschen mehr durchschnaufen konnte.

Zudem gelang es den Düsseldorfern wie schon am Freitag beim 2:1-Derbysieg in Köln, ein cleveres und kraftsparendes Eishockey aufzuziehen. Die im blauen Dress aufgelaufenen Gastgeber gingen zwar engagiert in die Zweikämpfe, vermieden aber so manchen sinnfreien Lauf. Das gestaltete sich aber in der Anfangsphase etwas schwierig, weil das Schiedsrichtergespann Benjamin Hoppe und Sirko Hunnius scheinbar auf einen Strafzeitenrekord abzielte. Noch vor der achten Spielminute hatten die beiden acht Strafminuten verhängt, teilweise für Nichtigkeiten – das kostete Nerven und Kraft.

Umso erstaunlicher dann, dass es für den Mannheimer Dennis Reul nur zwei Minuten gab, obwohl sein „Opfer“ Luke Adam nach Reuls Stockattacke minutenlang behandelt werden musste; da fehlte den Referees Augenmaß. Den ersten Treffer des Tages erzielte dann derjenige, der am Freitag den Abend mit seinem Siegtor beschlossen hatte. Nach kluger Vorarbeit von Marc Zanetti und Alex Barta drosch Maxi Kammerer den Puck zur nicht unverdienten Pausenführung in den Giebel.

Sie hätte wohl bis zur zweiten Pause gehalten, wenn das Schiedsrichterduo seine konfuse Linie nicht auf die Spitze getrieben hätte. Zunächst verhängten die beiden eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Björn Krupp, der Adam mit einem Check gegen Kopf und Nacken gegen die Bande genagelt hatte. Doch während der fälligen Überzahl sahen Hoppe und Hunnius neben einem tatsächlich regelwidrigen Halten von Kammerer auch noch einen Phantom-Stockschlag von Bernhard Ebner. Somit fand sich die DEG plötzlich in Unterzahl wieder und kassierte 34 Sekunden vor der zweiten Sirene den Ausgleich durch Borna Rendulic.

Der Kroate spielte dann auch die Hauptrolle in der entscheidenden Szene der Partie. Zuerst hatte Mark Katic nur 18 Sekunden nach Wiederbeginn den ersten Schuss des Schlussdrittels zum 1:2 ins Netz gesetzt, und ganze 14 Sekunden später ging Rendulic auf und davon, nachdem Kenny Olimb das Mittelbully verloren hatte. Die frühen Tore nahmen die Luft aus dem Geschehen, das fortan austrudelte. Am Freitag geht es um 19.30 Uhr im ISS Dome gegen die Eisbären Berlin weiter.

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