Düsseldorfer EG: US-Spezialistin behandelt Stürmer Chad Nehring

Wegen langwieriger Verletzung : US-Spezialistin behandelt DEG-Stürmer Chad Nehring

Chad Nehring leidet an einer neurologisch-orthopädischen Störung im Nackenbereich. Da es seit Wochen nicht besser wird, ist der 32-jährige Eishockeyprofi nun zur Therapie in die USA geflogen.

Eine kurze Pause sollte es eigentlich nur werden. Wegen einer „Oberkörperverletzung“, wie es im Eishockey gern rätselhaft verklausuliert wird, meldete die DEG ihren Stürmer Chad Nehring für die Partie Ende November bei den Kölner Haien ab. Doch statt wie geplant nur ein oder maximal zwei Spiele zu verpassen, war der 32-Jährige nun bereits in 13 Partien nicht im Kader.

Wie der Verein am Freitag bekanntgab, leidet der Kanadier mit deutschem Pass derzeit unter einer neurologisch-orthopädischen Störung im Bereich Nacken, Kopf und obere Wirbelsäule. Die Ursache hierfür ist trotz zahlreicher Untersuchungen noch nicht hinreichend geklärt. Nehring hatte bereits vor einigen Jahren einmal ein ähnliches Problem in diesem Bereich, fehlte damals den Fischtown Pinguins fast vier Monate. Er ist in den vergangenen Tagen in Absprache mit der medizinischen Abteilung der DEG zu einer Spezialistin in die USA gereist, die ihn auch schon damals behandelt hat.

„Wir – die DEG und Chad Nehring – tun derzeit alles dafür, dass der Spieler so schnell wie möglich wieder für uns auflaufen kann“, erklärt der sportliche Leiter Niki Mondt. „Die Zeitspanne ist noch nicht absehbar. Das kann sehr schnell gehen, aber auch noch etwas dauern. Chad brennt auf seinen Einsatz, was aber derzeit leider nicht möglich ist.“

Somit war Nehring natürlich auch am Freitagabend gegen die Eisbären Berlin und am Sonntag (14 Uhr) beim ERC Ingolstadt nicht dabei. Im Gegensatz zu 800 DEG-Fans, die sich am Sonntagmorgen auf den Weg Richtung Ingolstadt machen. Zweimal war der ERC bereits zu Gast im ISS Dome in dieser Spielzeit, einmal reisten die Autostädter siegreich zurück. Das will nun auch die DEG schaffen, um weiter nach Platz sechs zu greifen und für hervorragende Stimmung im Sonderzug zu sorgen.

Dass das schwierig wird, zeigt ein Blick zurück. Die Düsseldorfer gewannen nur eines der jüngsten sechs Spiele beim ERC. „Gegen die Panther haben wir trotz unseres 6:5-Heimsieges etwas gutzumachen“, sagt Trainer Harold Kreis. „Wir haben ihnen zu viel Platz gegeben und viele Chancen zugelassen. Wir müssen kompakter spielen.“

(jol)