Tor-Debüt und Trainerentlassung Ex-DEG-Stürmer MacAulay mit turbulentem Start bei den Kassel Huskies

Kassel/Düsseldorf · Am Wochenende feierte Stephen MacAulay seinen Einstand bei seinem neuen Klub in der DEL2. Es wurde ein Debüt mit gemischten Gefühlen. Zwar traf er direkt in seinem ersten Spiel, dafür wurden beide Partien verloren – mit weitreichenden Folgen.

Die Zu- und Abgänge bei der Düsseldorfer EG in der Übersicht
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Die Zu- und Abgänge bei der Düsseldorfer EG

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Foto: Birgit Häfner

Hinter Stephen MacAulay und den Kassel Huskies liegt ein bewegtes Wochenende. Kaum hat der ehemalige Stürmer der Düsseldorfer EG seine ersten Spiele für seinen neuen Klub in der DEL2 absolviert, muss er sich schon wieder auf ein neues Trainerteam einstellen. Wie die Hessen am Montag bekanntgaben, wurden der bisherige Chefcoach Bo Subr sowie sein Assistent Jan Melichar mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Vier Niederlagen aus den vergangenen sechs Partien waren den Verantwortlichen zu viel

Nach vier Niederlagen aus den vergangenen sechs Partien sahen sich die Verantwortlichen des Tabellenführers zu diesem Schritt gezwungen, heißt es in der Klubmitteilung. „Die Freistellung von Bo und Jan bedeutet menschlich einen großen Verlust für unsere Organisation. Wir sind allerdings nach den durchwachsenen Leistungen der vergangenen Wochen der Auffassung, dass diese Maßnahme nun unumgänglich war, um unser großes gemeinsames Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“, wird Kassels Geschäftsführer Joe Gibbs zitiert.

Zur Erinnerung: Die Huskies sind mit 96 Punkten Spitzenreiter in der DEL2. Ihnen fehlt nur noch ein Sieg aus den verbleibenden beiden Spieltagen, um die Hauptrunde als Erster abzuschließen. Dass Subr nun dennoch gehen musste, beweist, dass der Klub für die lang ersehnte Rückkehr in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) bereit ist, alle möglichen Register zu ziehen. In der vergangenen Saison scheiterten die Huskies im Play-off-Halbfinale überraschend am EC Bad Nauheim. Bis auf Weiteres wird das Team interimsweise von Sportdirektor Hugo Boisvert und U20-Coach Sven Valenti trainiert.

Am Freitag war von alldem noch nichts zu spüren – im Gegenteil. Vielmehr feierte MacAulay im Heimspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau zunächst einen Start nach Maß und traf bei seinem Debüt gleich zum zwischenzeitlichen 2:2. Am Ende stand jedoch ein 2:4 auf der Anzeigetafel. Zwei Tage später folgte ein 2:5 beim EV Landshut. Letztlich zu viel für die Huskies-Verantwortlichen.

Spielpraxis in der DEL2

MacAulay war kurz vor Ende der Transferfrist zu den Nordhessen gewechselt. Der 31-Jährige hatte kurz zuvor seinen Vertrag bei der DEG aufgelöst. Der Grund: Nach der Verpflichtung von Adam Payerl für den verletzten Phil Varone (Kreuzbandriss) war die letzte Ausländerlizenz an MacAulays kanadischen Landsmann gegangen und die Saison für ihn in Düsseldorf beendet. Da er aber nach seinem eigenen Kreuzbandriss unbedingt noch einmal in dieser Saison aufs Eis und Spielpraxis sammeln wollte, entschloss er sich für den Schritt eine Liga tiefer.

„Wir konnten es uns nicht erlauben, auf Macs Rückkehr zu warten und zu hoffen“, erklärte DEG-Manager Niki Mondt damals. „Ich wünsche Mac alles Gute für sein Comeback und hoffe, dass er kommende Saison wieder für uns auflaufen wird.“

(lonn)
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