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Düsseldorfer EG: Trainer Harold Kreis schenkt Alex Barta das Siegtor

Beim DEG-Sieg gegen Wolfsburg : Trainer Harold Kreis schenkt Alex Barta das Siegtor

Nach dem Sieg der DEG gegen Wolfsburg bringt die ganze Halle Kapitän Alex Barta ein Geburtstags-Ständchen. Der 37-Jährige ist gerührt.

Wenn man sich diese Geschichte ausgedacht hätte, wäre sie für einen Hollywood-Sportfilm ein bisschen zu kitschig. Der Kapitän des Eishockeyteams feiert seinen 37. Geburtstag, liefert ein großartiges Spiel ab, aber der Puck will einfach nicht ins Tor. Am Ende tritt er als vierter Schütze im Penaltyschießen an, trifft aber nur den Pfosten. Er kehrt traurig auf die Bank zurück, doch sein Trainer schickt ihn für den nächsten Versuch einfach noch einmal aufs Eis – und diesmal ist die Scheibe drin. 2:1, der Sieg. Am Ende singen Zuschauer und Teamkollegen gemeinsam das Lieblingslied des Kapitäns.

Ein bisschen zu kitschig, wie gesagt – aber nicht für die Realität. Denn exakt diese Szenen spielten sich am Sonntag im ISS Dome ab. An Alex Bartas Geburtstag, beim 2:1-Sieg der DEG über die Wolfsburg Grizzlys, als der frischgebackene 37-Jährige im Penaltyschießen den entscheidenden Versuch versenkte. Wohlgemerkt, nachdem er seinen ersten unmittelbar zuvor krachend ans Gestänge gesetzt hatte.

„Unser Trainer Harry Kreis hat mir gesagt, ich soll es nochmal versuchen“, berichtet Barta. „Dabei hätte ich den ersten schon machen müssen. Das war mein Unvermögen und kein Pech, weil alles offen war und genügend Platz, den gleich reinzumachen.“ Kreis schüttelt ob so viel Selbstkritik lachend den Kopf. „Ich schenke ,Barts’ demnächst mal einen Kurs in positiver Psychologie“, kündigt der 61-Jährige an. „Alex hat einfach einen ganz starken, harten Schuss, und ich habe mir dann halt gedacht, den zweiten setzt er das entscheidende Stückchen präziser.“

Anschließend sangen die mehr als 8000 DEG-Fans „Hier kommt Alex“ von den Toten Hosen für ihn. „Ich meckere sonst ja gern schon mal herum, aber damit haben sie mir ein Riesengeschenk gemacht“, erklärt der Kapitän gerührt. „Ich habe einen besonderen Bezug zu diesem Lied. Als ich zu Hamburger Zeiten nach neun Monaten Pause wegen eines Oberschenkelbruchs mein Comeback gab, da wurde in der Halle ,Hier kommt Alex’ gespielt. Da bekomme ich noch heute eine Gänsehaut.“ Am Sonntag beim 8000-Stimmen-Chor erst recht.