Düsseldorfer EG: Trainer Harold Kreis beklagt fehlende Souveränität

„Wir haben kein Kraftproblem“ : DEG-Coach Kreis beklagt fehlende Souveränität

DEG-Coach Harold Kreis beklagt, dass seine Mannschaft in den Schlussdritteln Spiele aus der Hand gibt, weil sie sich aus dem Konzept bringen lässt. Es falle schwer, hier als Trainer von außen geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sagt er.

„Wir haben sehr gut gespielt, sind aber alle enttäuscht über die Niederlage.“ Harold Kreis, Headcoach der Düsseldorfer EG, schwankt auch einige Tage nach der 2:3-Niederlage in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) beim ERC Ingolstadt noch zwischen den Gefühlen. Denn trotz des guten Auftritts musste sein Team die Rückreise ohne Punkte antreten. Und das trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung. In den letzten Minuten der regulären Spielzeit drehten die Ingolstädter die Partie mit drei Treffern innerhalb von drei Minuten.

„Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie in einer anderen Spieltaktik als gewohnt ohne aggressives Forechecking spielen kann“, resümierte Kreis und kritisierte: „Wir haben ein paar Strafen genommen, die wir nicht hätten nehmen müssen.“ Zwei der drei Gegentore kassierten die Düsseldorfer in Unterzahl.

Es war zugleich wieder einmal ein Spiel, das die DEG im Schlussdrittel noch aus der Hand gab. Dies passierte bereits in den Wochen zuvor gegen Mannheim (1:3) und in Köln (1:2). Ein Kraftproblem schließt der Trainer jedoch trotz der zwischenzeitlich zahlreichen Ausfälle aus und sieht die Ursache woanders: „Die Teams greifen zu anderen Mitteln, um uns von unserem Spiel abzubringen, seien es nun Nickligkeiten oder Checks.“ Dadurch komme seine Mannschaft bisweilen aus der Spur, „nur ein bisschen, aber das genügt dem Gegner, um den Anschlusstreffer oder die Führung zu erzielen.“

Es falle schwer, hier als Coach von außen geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Erfahrung sei hier das beste Rezept: „Wir sind eine junge Mannschaft, die in solchen Situationen noch nicht die Souveränität hat. Aber jedes Spiel bringt uns etwas weiter.“

Derweil muss der Verteidiger Alexander Dersch in der kommenden Zeit vorerst beim Kooperationsverein Landshut auflaufen und sich dort mit guten Leistungen wieder ins Rampenlicht spielen.

Nachwuchstorwart Hendrik Hane wird am Freitagabend für die Moskitos Essen im Oberliga-Heimspiel gegen Tilburg zwischen den Pfosten stehen und soll dort Spielpraxis sammeln. „Da bekommt er in einem Spiel so viele Schüsse wie bei uns in drei Spielen“, mutmaßt Kreis schmunzelnd. Die Spielpraxis kann Hane dann am Sonntag direkt in der DEL nutzen, denn im Heimspiel gegen Straubing soll Hane das DEG-Tor hüten.