Düsseldorfer EG: Talent Charlie Jahnke fühlt sich schon richtig wohl

Außenstürmer der DEG : Talent Charlie Jahnke fühlt sich schon richtig wohl

DEG-Trainer Harold Kreis lobt den 21-Jährigen: „Charlie hat einen guten Eishockeysinn, er versteht das Spiel.“ Der gebürtige Berliner wartet ungeduldig auf sein erstes Tor.

Zu Beginn der Eishockeysaison stand Charlie Jahnke noch auf dem Abstellgleis. Bei den Eisbären Berlin, deren Jugendmannschaften er komplett durchlaufen hatte, konnte Trainer Serge Aubin nicht wirklich etwas mit dem 21-Jährigen anfangen. Seine Chance kam, als sich 568 Kilometer weiter westlich Leon Niederberger verletzte. Die DEG suchte Ersatz – und fand ihn in Jahnke.

Aus dem ursprünglich bis Anfang November befristeten Leihgeschäft ist inzwischen längst eine feste Beschäftigung geworden: Der gebürtige Berliner unterschrieb in der Deutschland-Cup-Pause einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2020/21. „Richtig angekommen bin ich hier schon lange“, berichtet der Außenstürmer, „im Grunde schon nach den ersten zwei Wochen. Ich fühle mich superwohl in Düsseldorf, freue mich hier zu sein. Es ist ein tolles Team und eine tolle Stadt, es macht Spaß, für die DEG zu spielen. Ich freue mich auch, dass mir der Trainer richtig viel Eiszeit gibt.“

Diese bekommt man bei Harold Kreis nicht umsonst. Der Chefcoach will die Bereitschaft sehen, hart zu arbeiten und sich ständig zu verbessern – bei Jahnke findet er sie. „Charlie hat einen guten Hockeysinn, er versteht das Spiel“, lobt Kreis. „Er traut sich auch etwas zu, das gefällt mir an ihm.“ Mit steigender Eiszeit wachse beim Nachwuchsmann das Selbstvertrauen. „Sein Timing wird immer besser, das sieht man auch an anderen Spielern, ist aber keine Selbstverständlichkeit, kein Automatismus.“ Die Verbesserungen muss man sich erarbeiten, und dazu ist Jahnke bereit.

Beim 6:5 gegen Ingolstadt am Freitag und auch beim unglücklichen 0:3 in Nürnberg am Sonntag rückte der 21-Jährige in der internen Hierarchie auf, stürmte wegen der Ausfälle von Victor Svensson und später auch Chad Nehring in der dritten statt in der bis dahin angestammten vierten Reihe. Bescheiden bleibt er dennoch: „Ich weiß natürlich nicht, wie der Trainer sich entschieden hätte, wenn auf Leon Niederbergers Comeback nicht sofort die Verletzungen von Victor und Chad gefolgt wären. Aber ich denke, dass es bislang gut läuft.“

Spaß habe es ohnehin gemacht mit den neuen Nebenleuten, wobei Jahnke mit der Defensivarbeit im Ingolstadt-Spiel hadert: „Da müssen wir uns wirklich verbessern. Auf Dauer wird das so nichts, auf Dauer gewinnen wir so keine Spiele.“ Mit Blick auf das Freitagspiel gibt der Cheftrainer dem Youngster sogar Recht, doch selbst für diese vogelwilde Partie stellt der 60-Jährige Jahnke ein gutes Zeugnis aus. „Charlie trifft immer bessere Entscheidungen mit der Scheibe, selbst wenn er unter Druck steht“, erklärt Kreis. „Es zeichnet ihn aus, dass er alle Spieler im Blickfeld hat und dann den präzisen Pass bringen kann. Unser Führungstreffer gegen Ingolstadt war ein sehr gutes Beispiel dafür.“

Zwei Assists stehen nun für Jahnke, dessen Hauptjob die Defensivarbeit bleibt, zu Buche. Und was ist mit dem ersten Treffer? Die Antwort fällt deutlich aus: „Zeit wird’s.“

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