Düsseldorfer EG steht erneut vor großem Umbruch im Kader

Viele Zu- und Abgänge : DEG steht erneut vor großem Umbruch im Kader

Philip Gogulla wird den Verein aller Voraussicht nach verlassen. Um Jaedon Descheneau kämpfen die Verantwortlichen des Eishockeyklubs noch.

Bei der Düsseldorfer EG ist man sich einig: Die abgelaufene Saison war ein Erfolg. Daran ändert auch die Viertelfinal-Niederlage im siebten Spiel einer spannenden Serie gegen die Augsburger Panther nichts. „Jetzt müssen wir sehen, wo wir noch besser werden können – auf allen Ebenen“, sagte Geschäftsführer Stefan Adam bei einem Saisonabschlussgespräch. Schließlich ist das Ziel in der kommenden Runde wieder mindestens zu den besten zehn Eishockey-Teams Deutschlands zu gehören – besser noch zu den besten sechs.

Und dieses Ziel ist ambitioniert, vergleicht man die Budgets der Klubs. Denn da wird die DEG auch in der kommenden Saison nicht unter den Top sechs landen. „Wir gehen davon aus, dass wir mit dem gleichen Spieleretat für die kommende Runde planen können“, sagte Adam, der nun in den kommenden Wochen mit bestehenden und potentiellen neuen Sponsoren Gespräche führen. Bis zum 24. Mai muss das Budget stehen, dann werden die Unterlagen bei der Deutschen Eishockey Liga eingereicht.

Niki Mondt, der sportliche Leiter, ist derzeit dabei mit Trainer Harold Kreis den Kader für die im September startende Spielzeit zu planen. Einige Personalien sind schon unter Dach und Fach und werden in den kommenden Tagen verkündet. Eng wird es dem Vernehmen nach für Manuel Strodel, Lukas Laub, Stefan Reiter und Christian Kretschmann, deren Verträge auslaufen. Auch bei Goalie Fredrik Pettersson-Wentzel stehen die Zeichen auf Abschied. Für ihn soll nach Informationen unserer Redaktion Jerry Kuhn (33) von den Kassel Huskies aus der DEL 2 kommen.

Aufgrund der neuen U23-Regel dürfen in der kommenden Saison nur noch 17 statt bisher 18 Spieler, die älter als 23 Jahre sind am Spieltag im Kader stehen. Klingt wenig spektakulär, bringt laut Mondt aber den ganzen Transfermarkt durcheinander, da sich die Vereine noch heftiger um junge Talente streiten, deren Gehälter dadurch in die Höhe schießen.

In dieser Woche soll sich zudem entscheiden, ob Jaedon Descheneau ein weiteres Jahr das Trikot der Düsseldorfer tragen wird. Der Shootingstar wird unter anderem von Meister München umworben. Den Kampf um Philip Gogulla haben die Verantwortlichen allem Anschein nach bereits verloren. Der drittbeste Torschütze der Liga in der Hauptrunde soll bereits in München im Wort stehen. „Es wird wieder einen größeren Umbruch geben“, betonte Mondt.

Descheneau und Gogulla waren zusammen mit Kapitän Alexander Barta über weite Phasen der Saison nahezu allein verantwortlich für die Abteilung Toreschießen. Das soll sich in der neuen Saison ändern. „Wir waren zu sehr abhängig von unserer ersten Sturmreihe, das wissen wir. Niki ist darum bemüht, das nun etwas zu verteilen“, sagte Coach Kreis, der dabei aber explizit die spektakulären Zugänge des vergangenen Sommers, Calle Ridderwall und Ken-Andre Olimb, in Schutz nahm: „Sie haben vielleicht nicht so viele Punkte gebracht, aber vom Arbeitseifer und vom Einsatz können wir beiden gar keinen Vorwurf machen.“

Am Sonntag will sich das DEG-Team noch einmal von seinen Fans verabschieden. Im Schlösser Quartier Bohème gibt es eine Autogrammstunde (16 bis 17.15 Uhr) und anschließend ein Bühnenprogramm, bei dem auch einige Abgänge verabschiedet werden. Dazu gehört auch Co-Trainer Tobias Abstreiter, der die DEG nach fünf Jahren verlässt.

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