Düsseldorfer EG schlägt nach Mannheim auch Iserlohn

Deutsche Eishockey Liga: DEG schlägt nach Mannheim auch Iserlohn

Düsseldorf hat sich einen ausgezeichneten Start in die DEL-Saison verschafft. Vor der prächtigen Kulisse von 8068 Zuschauern schlug die DEG die Iserlohn Roosters 5:1 (0:0, 2:0, 3:1).

Zwei Tage nach dem Auftaktsieg in Mannheim hat sich die DEG endgültig einen gelungenen Start in die Saison der Deutschen Eishockey Liga gesichert. Vor 8068 Zuschauern setzte sich der achtmalige deutsche Meister gegen die Iserlohn Roosters 5:1 (0:0, 2:0, 3:1) durch und überzeugte dabei mit Ausnahme einer kurzen Phase zu Beginn des Schlussdrittels mit schnellem und kampfstarken Eishockey. Schade nur, dass es nun nach drei Auswärtsspielen in Folge erst am 30. September gegen Nürnberg im ISS Dome weitergeht.

Selten war ein Video-Einspieler der DEG so gelungen wie der, mit dem der Klub seine Fans auf die Spiele der Saison 2018/19 einstimmen möchte. „Ich war hier noch nicht fertig“, sagt Trainer Harold Kreis darin und erinnert damit an seine erste Zeit als Coach in Düsseldorf. Mindestens ebenso stark und entsprechend von den Fans bejubelt sind die Statements der Spieler – so sagt Kapitän Alex Barta: „Eine Ehre, für die DEG zu spielen“ und als Krönung der frühere Kölner Philipp Gogulla: „Endlich zu Hause.“

Ähnlich emotional, wie diese Sätze vermuten lassen, ging die DEG auch das Spiel an. In den ersten acht Minuten bestimmte sie eindeutig das Geschehen, hatte durch Gogulla und Calle Ridderwall auch erste Möglichkeiten. Dann galt es jedoch eine kritische Phase zu überstehen, als Ryan McKiernan und Lukas Laub gleichzeitig die Strafbank drückten. Diese 67 Sekunden mit drei gegen fünf Feldspieler überstanden die Rot-Gelben nicht zuletzt dank starker Paraden von Torhüter Mathias Niederberger schadlos.

Im Mittelabschnitt erhöhte die DEG die Schlagzahl weiter, spielte sich nun Chancen im Minutentakt heraus. Und gerade, als die Angreifer am Iserlohner Goalie Sebastian Dahm und am Torgestänge zu verzweifeln drohten, fiel endlich das 1:0. Ein Break von Bernhard Ebner konnte Dahm noch abwehren, doch als er hilflos am Boden lag, setzte Barta die Scheibe zur hochverdienten Führung ins Netz. Nach einem genialen Pass von Ken-André Olimb legte John Henrion den zweiten Treffer nach und setzte damit sein Team noch fester in die Erfolgsspur, zumal da Niederberger die Iserlohner Möglichkeiten ganz sicher entschärfte.

Christopher Fischers Anschlusstreffer wirkte freilich wie ein Sturz ins eiskalte Wasser. Plötzlich verlor die Kreis-Truppe ihren Faden, wirkte mitunter etwas fahrig. Justin Florek vergab die Riesenchance zum Ausgleich, der der Begegnung womöglich eine Wende gegeben hätte – doch dann leistete sich Daine Todd eine folgenschweren Blackout. Unbedrängt verlor der Iserlohner die Scheibe an Braden Pimm, und der frühere Kasseler setzte sie ebenso trocken in den Winkel wie 70 Sekunden später Gogulla. Dieser Zwischenspurt entschied eine Partie, die den Hoffnungen der DEG-Fans auf eine erfolgreiche Saison weitere Nahrung gab.

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