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Düsseldorfer EG schlägt den ERC Ingolstadt und holt wichtige Punkte

3:2 gegen Ingolstadt : DEG siegt dank bester Offensivleistung seit Wochen

Zuletzt trafen die Düsseldorfer Eishockeyprofis das Tor zu selten. Am Freitagabend gegen Ingolstadt spielen sie vor allem in den ersten beiden Dritteln ganz stark und gewinnen 3:2.

Am Freitagmittag ist die Düsseldorfer EG noch mal auf dem Transfermarkt aktiv geworden, da verpflichtete sie Paul Bittner, 25 Jahre alt, Stürmer, US-Amerikaner, zuletzt in Schweden aktiv. Laut Manager Niki Mondt ein Mann, „der sehr vielseitig einsetzbar ist und verschieden Rollen ausfüllen kann“. An denen mangelt es ja gerade im DEG-Kader. Oder anders gesagt: Es mangelt grundsätzlich an einsatzbereiten Stürmern. Seit Wochen kann Trainer Harold Kreis in der Offensive nur drei volle Reihen aufbieten. Deswegen und weil aktuell drei Spiele die Woche anstehen, „sind wir der Meinung, dass wir mehr Tiefe im Sturm benötigen“, sagt Mondt.

Am Abend war Bittner allerdings noch nicht auf dem Eis, gegen den ERC Ingolstadt mussten es dieselben zehn Stürmer wie zuletzt richten. Aber er schien seinen neuen Kollegen schon mal Beine zu machen, denn die zeigten ihre beste Offensivleistung seit Wochen, erspielten sich mehr als ein Dutzend guter Möglichkeiten und erzielten drei Tore. Am Ende stand es 3:2 (0:1, 3:0, 0:1) aus Sicht der DEG, die damit weiter auf Platz acht der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) steht.

Das tat allen Beteiligten gut, zuletzt hatte die DEG ja arge Problem, genügend Tore zu schießen. Folglich verlor sie vier der vergangenen fünf Spiele. Ganz anders die Gäste aus Ingolstadt, die im selben Zeitraum vier Spiele gewannen. Doch schon im ersten Drittel war nicht zu sehen, wer derzeit in Form ist und wer Probleme hat. Chance um Chance erspielten sich die Düsseldorfer. Cedric Schiemenz tauchte allein vor dem Tor auf, Carter Proft hatte zwei Möglichkeiten binnen weniger Sekunden, Brett Olson hätte treffen können, Niklas Postel. 11:2 lautete das Schussverhältnis zwischendurch. Dennoch stand es kurze Zeit später 0:1, weil die Ingolstädter zwei Überzahlspiele in Folge bekamen und eins davon nutzten. So ging es mit einem Rückstand in die erste Pause, was auf Seiten der Düsseldorfer aber niemanden nervös machen konnte. „Wir waren die klar bessere Mannschaft, haben die gut unter Druck gesetzt, aber einfach unsere Chancen nicht benutzt“, sagte Schiemenz in der Drittelpause bei „Magenta-Sport“.

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Das änderte sich im Mittelabschnitt, in dem die DEG einfach da weitermachte, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatte. Viel Laufarbeit, schnelles Umschalten, klare und schnelle Pässe, immer neue Abschlüsse. Schon nach 80 Sekunden traf Alexander Ehl zum Ausgleich, direkt danach hatte Stephen MacAulay die Riesenchance zum 2:1, danach Schiemenz, kurz später gab es gar einen Vier-auf-Eins-Konter für die DEG, ehe auch die Ingolstädter offensiver wurden, der gute Hendrik Hane (32 Paraden) regierte mehrfach stark.

Ein richtig munteres Eishockeyspiel war das nun, das weitaus mehr als die knapp 5000 Fans im Dome verdient gehabt hätte. Aber so ist das nun mal in Pandemie-Zeiten. Die, die da waren, dürften fünf Minuten vor Ende des zweiten Drittels dann endlich noch mal jubeln. Tobias Eder fälschte einen Schuss von Joonas Järvinen gekonnt ab, zwei Minuten später jagte Brendan O'Donnell den Puck in Überzahl zum 3:1 ins Tor.

So ging es auch ins letzte Drittel, in dem fast nur noch die Ingolstädter spielten, aber immer wieder an Hane scheiterten. Erst fünf Minuten vor dem Ende fiel der Anschlusstreffer, zu mehr reichte es aber nicht. Und zwischendurch war bereits der Neue auf dem Videowürfel eingeblendet worden. Paul Bittner saß oben auf der Tribüne und zog sich unter dem Applaus der Fans ein DEG-Trikot an. Sonntag (16.30 Uhr) beim Derby in Krefeld könnte er erstmals spielen. Am Freitag reichte allein schon seine Anwesenheit.

Statistik:

Düsseldorfer EG – ERC Ingolstadt 3:2 (0:1, 3:0, 0:1)

DEG: Tor: Hane (Pantkowski); Abwehr: Heinzinger, Nowak – Cumiskey, Zitterbart – Järvinen, Geitner – Trinkberger; Angriff: Schiemenz, Olson, Eder – O'Donnell, Barta, Ehl – Proft, MacAulay, Fischbuch – Postel

Schiedsrichter: Iwert/Rantala

Zuschauer: 4898

Tore: 0:1 (19:17) DeFazio (Aubry, Pietta/5-4), 1:1 (21:21) Ehl (Barta, O'Donnell), 2:1 (34:27) Eder (Järvinen, Schiemenz), 3:1 (36:46) O'Donnell (Olson, Eder/5-4), 3:2 (54:38) DeFazio (Storm)

Strafminuten: 12:12

Torschüsse: 34:34