Düsseldorfer EG: Rückkehrer Maximilian Kammerer bringt den Klub voran

Stürmer kehrt zurück : Kammerer bringt die neue DEG voran

Der gebürtige Düsseldorfer Maximilian Kammerer ist nach Alexander Sulzer der zweite Rückkehrer beim achtmaligen Eishockey-Meister. Insgesamt verzeichnet die DEG bereits 14 Zugänge für die neue Saison.

Auf ein Wiedersehen hatten die DEG-Fans schon gehofft, als sich Maximilian Kammerer im Frühjahr 2018 Richtung Nordamerika verabschiedete. Doch dass es so schnell gehen könnte, haben damals sicher nur die unverbesserlichen Optimisten geglaubt. Der 22-jährige Stürmer unterschrieb jetzt einen Vertrag bis 2021, ist damit der 14. Zugang des achtmaligen deutschen Eishockey-Meisters für die im September beginnende neue DEL-Saison.

„Die Zeit im Trikot der DEG war die bislang beste in meiner Karriere“, sagt Kammerer. „Ich habe von hier aus den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft und hatte auch die Möglichkeit, nach Nordamerika zu wechseln. Deshalb war für mich von vornherein klar, dass ich im Falle einer Rückkehr auf jeden Fall für Düsseldorf spielen werde.“ Nun haben vor ihm schon etliche Profis ähnliche Bekenntnisse abgegeben – sich dann aber plötzlich nicht mehr daran erinnert, wenn lukrative Angebote anderer deutscher Klubs auf den Tisch kamen. So waren beispielsweise nicht alle Krefelder Fans restlos begeistert, als Christian Ehrhoff aus der NHL zurückkam und statt bei den Pinguinen bei den Kölner Haien anheuerte.

Nicht so Kammerer, den die Düsseldorfer Fans liebevoll „Maxi“ nennen. Der schnelle Außenstürmer ist nicht nur in der Landeshauptstadt geboren, sondern verspürt eine echte Bindung an Verein und Stadt. Dabei kam diese zurzeit seiner Geburt am 28. September 1996 eher zufällig zustande: Vater Axel, selbst Eishockey-Nationalspieler, verbrachte damals seine späten Karrierejahre bei den Ratinger Löwen, und die Familie lebte in Düsseldorf.

„Ich habe im vergangenen Jahr einige wertvolle Erfahrungen gesammelt, möchte das mit an den Rhein bringen und an meine Leistungen aus den ersten DEG-Jahren anknüpfen“, kündigt Sohn Maximilian nun an. Sollte ihm das auch nur annähernd gelingen, dürfen sich die Rot-Gelben freuen. Während seiner drei Profijahre lief der Linksschütze 125 Mal für die DEG auf, schoss 22 Tore und gab 39 Vorlagen. In der Saison 2016/17 zeichnete ihn die DEL als „Rookie des Jahres“ aus. Durch seine starken Leistungen wurde er zudem im Frühjahr 2017 vom damaligen Bundestrainer Marco Sturm in die A-Nationalmannschaft berufen. Dort gelangen ihm vier Scorerpunkte (ein Tor, drei Assists) in 14 Einsätzen.

Niki Mondt ist zuversichtlich, dass der einjährige Ausflug zu den Her­shey Bears in die American Hockey League, dem Farmteam des NHL-Klubs Washington Capitals, trotz vergleichsweise mäßiger vier Treffer und neun Vorlagen Kammerer nicht geschadet hat. „Wir wissen, was wir an ihm haben“, versichert der Sportliche Leiter der DEG. „Maxi war in Amerika mit seiner Rolle zuletzt sehr unzufrieden, und da haben wir natürlich unsere Chance gesehen, ihn zurück an den Rhein zu holen. Er wird unserem Sturm noch mehr Qualität geben.“

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