Düsseldorfer EG: Nur noch Verträge für ein Jahr

Düsseldorfer EG : Nur noch Verträge für ein Jahr

Das war eine bittere, aber sicherlich sehr lehrreiche Saison für die DEG. Die Mannschaft war zu alt, die Ausländer zu schwach, der Kader schlecht zusammengestellt.

Christof Kreutzer darf dafür kritisiert werden, aber er steht nicht zur Disposition. In den beiden vergangenen Jahren hatte er jeweils überraschend das Team auf Rang fünf geführt und wurde zum "Trainer des Jahres" gewählt. Er soll in Ruhe weiterarbeiten, sich aber auf seine Kernkompetenz als Trainer konzentrieren. Bei der Kaderplanung bedarf es aber kompetenter Berater und nicht guter Freunde.

Inzwischen bestreitet niemand im Umfeld, dass es einer sportlichen Führung neben dem Trainer bedarf, ganz gleich ob er sich Manager, Sportdirektor oder sonst wie nennt. Das angedachte Modell mit drei Scouts dürfte nicht ganz ausreichen, denn es müssen Verhandlungen geführt und Verträge geschlossen werden. Soll dies Geschäftsführer Stefan Adam leisten? Sinnvoller wäre, er könnte sich auf die Kernaufgaben im Marketing und Sponsoring konzentrieren. Aber vielleicht könnte sein Assistent Niki Mondt diese Aufgabe übernehmen, Adam zuarbeiten und in die Aufgabe hineinwachsen.

Vor allem aber dürfen nur noch Ein-Jahres-Verträge abgeschlossen werden - ausgenommen Nachwuchsspieler. Warum? Weil es im Eishockey, anders als im Fußball, keine Ablösesummen gibt. Wer unbedingt wechseln will, kann dies. Daher liegt das Risiko ausschließlich beim Verein, und es wird mit kurzfristigen Verträgen minimiert. Und wenn ein Spieler eine überragende Leistung bringt, kann und soll er künftig auch besser verdienen. Leistungsgerechte Verträge sind gut für das Klima in der Mannschaft. Hochdotierte Spieler, die keine Leistung bringen, vergiften es.

(RP)
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