Düsseldorfer EG: Kapitän Alexander Barta setzt auf Selbstkritik

Düsseldorf verliert Derby gegen Krefeld: DEG-Kapitän Barta setzt auf Selbstkritik

Die Düsseldorfer EG musste im Straßenbahnderby gegen die Pinguine die zweite Niederlage in Folge einstecken. DEG-Kapitän Alexander Barta ist sich sicher, dass sein Team nicht noch einmal so auftritt wie beim 3:4 gegen Krefeld.

Einen Tag nach der Niederlage war der Ärger schon wieder verflogen. „Ich nehme das nicht mit nach Hause“, sagt Alexander Barta nach dem 3:4 nach Verlängerung gegen die Krefeld Pinguine am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Kapitän der Düsseldorfer EG betont: „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Das wissen wir.“ Die Niederlage in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war deshalb so ärgerlich, weil die Düsseldorfer zwei Drittel verschliefen und bereits 0:3 zurücklagen. Der einzig positive Aspekt des Wochenendes mit zwei Niederlagen: Die DEG bleibt aufgrund der Patzer der Konkurrenz weiter Spitzenreiter.

Direkt nach der Schlusssirene am Sonntag war Barta noch innerlich geladen und machte daraus auch keinen Hehl. Er war sauer auf sich und sein Team, das 40 Minuten überhaupt nicht ins Spiel fand – weder spielerisch noch körperlich. Als Warnsignal empfindet der 35-Jährige diesen Leistungsabfall aber noch nicht. „Ich habe schon das Gefühl, dass jedem bewusst ist, dass wir schlecht waren“, sagt er. „Jeder ist selbstkritisch genug. Deshalb müssen wir das nicht groß thematisieren. Wir müssten es erst zum Thema machen, wenn sich solch eine Leistung öfter wiederholen sollte.“

Am kommenden Wochenende sollte die DEG jedenfalls wieder mit mehr Siegermentalität auftreten. Die Spiele beim ERC Ingolstatdt und beim Serienmeister Red Bull München sind eine weitere Standortbestimmung für das Team von Trainer Harold Kreis. „Das werden ganz interessante Spiele“, sagt Barta. Ingolstadt, der Tabellendritte, kann mit einem Sieg an der DEG vorbeiziehen. Die Münchener sind nach durchwachsenem Saisonstart als Fünfter in Lauerstellung.

Die beiden Partien in der Fremde bestimmen dann auch, in welcher Form die DEG ins erste rheinische Derby in dieser Saison im ISS Dome gegen die Kölner Haie am übernächsten Freitag startet. „Darauf freuen wir uns jetzt schon riesig“, sagt Barta. „Wir nehmen die Eishockey-Euphorie in Düsseldorf schon wahr. Im vergangenen Jahr wären wir beim Stand von 0:3 gegen Krefeld noch ausgepfiffen worden, am Sonntag haben uns die Fans richtig gepusht und hatten großen Anteil an unserer Aufholjagd.“

Diese Aufholjagd durch Treffer von Barta, Kenny Olimb und Leon Niederberger mündete dann immerhin im Gewinn von einem Punkt. Trainer Kreis zeigte sich vom Kraftakt seines Teams angetan, ließ aber auch durchblicken, dass er in den nächsten Spielen wieder eine von Beginn an konzentrierte Leistung erwartet: „Wir hatten neun Schüsse in den ersten 40 Minuten, dann 21 im letzten Drittel. Das sagt alles“, erklärte der Coach.

(erer)
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