Düsseldorfer EG: Johannes Johannesen hat viel Spaß bei der DEG

Vor dem Spiel gegen Berlin : Johannesen hat viel Spaß bei der DEG

Der Start in Düsseldorf fiel für den norwegischen Eishockey-Nationalverteidiger etwas holprig aus. Seit Johannes Johannesen seine Gehirnerschütterung aus der Vorbereitung überwunden hat, wird der 22-Jährige aber immer stärker.

Ein Gespräch mit Johannes Johannesen ist kein Selbstläufer. Der norwegische Eishockey-Nationalverteidiger in Reihen der DEG ist eben alles andere als ein Dampfplauderer, und er arbeitet weit lieber auf dem Eis als in der Interviewzone. Ersteres macht der 22-Jährige allerdings mit großer Leidenschaft, und deshalb hat es ihm auch nichts ausgemacht, als er in den vergangenen Wochen wegen der Verletzungen einiger Abwehrkollegen extrem viel spielen musste. „Ich habe mich gut gefühlt“, berichtet er. „Dass ich viel Spielzeit bekommen habe, hat mir Spaß gemacht. Natürlich hat mein Körper auf die Spiele reagiert, aber wir haben das gut gemanagt.“

Zumindest hat „JJ“ (sprich: Dscheydschey) die hohe Belastung besser gefallen als seine ersten Wochen bei der DEG. Da hatte er sich im Testspiel gegen Iserlohn eine Gehirnerschütterung zugezogen und musste pausieren. „Der Start in Düsseldorf hat mich schon ein bisschen zurückgeworfen“, gibt er zu. „In einer neuen Umgebung ist es nicht so leicht, seinen Rhythmus zu finden; erst recht, wenn man sich dann noch in der Vorbereitung verletzt. Als ich nach vier Wochen zurückkam, war ich erstmal völlig außer Form.“

Das ist längst vergessen, was für Trainer Harold Kreis auch mit Blick auf das Freitag-Heimspiel gegen die Eisbären Berlin (19.30 Uhr, ISS Dome) eine Beruhigung ist. Selbst wenn Alexander Urbom seinen Muskelfaserriss mittlerweile überwunden hat und auf seinen angestammten Platz in der Düsseldorfer Abwehr zurückgekehrt ist, können Kreis und sein Assistent Thomas Dolak kaum auf den Youngster aus Norwegen verzichten, der trotz seiner Jugend schon so viel Erfahrung hat.

„Jetzt habe ich meine Rolle im Team gefunden. Ich habe viel Spaß dabei und entwickle mich jeden Tag weiter“, sagt Johannesen. In diesem Zusammenhang spricht er einem norwegischen Landsmann und Teamkollegen bei der DEG ein großes Lob aus: „Kenny Olimb hat mir sehr bei der Integration geholfen. Gerade während der harten Zeit der Verletzung waren mir seine Frau und er ganz wichtige Stützen.“