Düsseldorfer EG: Jerome Flaake und Bernhard Ebner im Duell der formstärksten DEL-Teams wieder fit

Heimspiel gegen Bremerhaven : Erfolgsgeheimnis der DEG steckt in den Köpfen

Zur ungewohnten Zeit am Mittwoch um 19.30 Uhr empfängt die DEG die Fischtown Pinguins. Jerome Flaake und Bernhard Ebner kehren nach überstandenen Verletzungen zurück.

Das Lazarett wird kleiner, das Selbstvertrauen immer größer. Diese beiden gegenläufigen Trends tragen dazu bei, dass die Stimmung von DEG-Trainer Harold Kreis kurz vor den Weihnachtstagen kräftig steigt. „Wir freuen uns sehr, dass rechtzeitig zum Heimspiel gegen Bremerhaven Jerome Flaake und Bernhard Ebner wieder fit sind“, erklärt der Coach. „Bernhard wird sich nach seiner Oberkörperverletzung zwar erst einmal langsam heranarbeiten, aber wir bekommen auf jeden Fall wieder mehr Alternativen.“ Keinen Moment zu früh, ist doch der Mittwochs-Gast Fischtown Pinguins (19.30 Uhr, ISS Dome) aktuell in Topverfassung.

„Gegen Bremerhaven ist es immer ein hartes Match“, betont Kreis, „weil die Pinguins technisch sehr beschlagen und individuell stark sind. Diesmal gilt das ganz besonders, denn seit der Deutschland-Cup-Pause sind sie richtig gut.“ Tatsächlich sehen die Fans im Dome das Duell der aktuell formstärksten Mannschaften der Deutschen Eishockey Liga: Bremerhaven hat aus den jüngsten sieben Partien 15 von 21 möglichen Punkten geholt, die DEG sogar 16. Bemerkenswerter Randaspekt: Zum Auftakt dieser Siebener-Serie verloren die Düsseldorfer bei den Nordlichtern 3:4 – eine von nur vier Niederlagen, die die DEG in dieser Saison nach der regulären Spielzeit einstecken musste.

Einen der Gründe für diese erstaunliche Bilanz sieht der Cheftrainer in den Köpfen seiner Spieler. „Es gibt schon eine sehr ausgeprägte mentale Stärke bei uns“, sagt Kreis. „Deshalb sind wir auch bei den allermeisten Spielen, die wir nicht gewinnen konnten, zumindest in die Verlängerung gekommen. Zudem bin ich auch mit der Disziplin der Jungs sehr zufrieden. Sie leisten sich nicht allzu viele Strafminuten bisher.“

Verbesserungsbedarf gebe es natürlich dennoch, betont der 59-Jährige. „Einsatz und Punktausbeute sind top, aber die Umsetzung unserer taktische Vorgaben kann immer noch besser werden“, sagt Kreis. Damit spielt er nicht zuletzt auf die Partie in Straubing am vergangenen Sonntag an, die den Düsseldorfern nach früher 1:0-Führung fast entglitten wäre, ehe sie sie am Ende dank ihrer mentalen Stärke doch noch 3:2 gewannen. Mit Nationalverteidiger Ebner sollte die Deckung künftig noch stabiler werden, doch hat der Coach für den Vertreter des Allgäuers ein Lob parat: „Johannes Huß hat große Fortschritte gemacht. Es ist gut zu wissen, dass wir solche Reserven haben und nicht von Einzelnen abhängig sind.“

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