Düsseldorfer EG: Jerome Flaake ist der Überzahl-Künstler

Zehn Saisontore : Jerome Flaake ist der Überzahl-Künstler der DEG

DEG-Spieler Jerome Flaake ist endlich einmal verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen. Deshalb fühlt sich der Außenstürmer topfit und hat bereits zehnmal in dieser Saison getroffen – davon achtmal in Überzahl.

Am vergangenen Freitag wurde er für sein 600. Spiel in der Deutschen Eishockey Liga geehrt. Mit ein bisschen Verspätung: Eigentlich hätte Jerome Flaake schon eine Woche zuvor das Trikot mit der Nummer 600 überreicht bekommen müssen, aber da stand schon die Feierstunde zu Ehren von DEG-Urgestein Otto Schneitberger an. „Und da stehe ich doch gern zurück“, sagt Flaake bescheiden. „Ich bin stolz auf die 600 und dankbar, dass es überhaupt eine Ehrung gab.“

Auf dem Eis hält sich der Außenstürmer weniger zurück. Zehn Treffer hat Flaake in der aktuellen Saison bereits erzielt, davon bemerkenswerte acht im Überzahlspiel. „Vor dem Tor, beim Powerplay, das ist Jeromes Wohnzimmer“, sagt DEG-Trainer Harold Kreis. „Und wenn ich mir seine Bilanz ansehe, dann fühlt er sich auch sehr wohl dort.“ Das gilt besonders, wenn der 29-Jährige seine absolute Spezialität anbringen kann – einen scharf hereingebrachten Puck kunstvoll ins Netz abzufälschen. Für seine starke Form hat er eine einfache Erklärung: „Im Vorjahr war ich dreimal verletzt. Diesmal konnte ich im Sommer hart arbeiten und bin gesund geblieben.“

Aber auch für sein Spielverständnis bekommt Flaake viel Lob vom Coach. „Jerome ist in seine Rolle sehr gut hineingewachsen, die neue Reihe mit Kenny Olimb, Luke Adam und ihm spielt sehr gern zusammen“, erklärt Kreis. Dieses Trio könnte auch am Donnerstag (19.30 Uhr) im wichtigen Spiel bei den Eisbären Berlin ein Faktor werden. Dann trifft der Siebte DEG auf den Vierten, der freilich nur zwei Punkte Vorsprung hat.

Trotz der unglücklichen 1:2-Niederlage bei den Straubing Tigers und des seit Wochen grassierenden Verletzungspechs hat Flaake ein gutes Gefühl. „Wir sind noch mehr zusammengewachsen und haben am Freitag beim 3:2 gegen Augsburg auch mit nur zehn Stürmern eine starke Leistung als Mannschaft gezeigt.“ Die Befürchtung, dass den Düsseldorfern wegen ihres kleinen Kaders irgendwann die Luft ausgehen könnte, hat der Torjäger nicht: „Wir sind Profispieler und fit genug, um verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Bei so was gibt es keine Ausreden.“