Düsseldorfer EG: Iserlohn wird zum Lieblingsgegner der DEG

3:2-Sieg am zweiten Weihnachtstag: Iserlohn wird zum Lieblingsgegner der DEG

Am zweiten Weihnachtstag besiegt die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims vor 7. 276 Zuschauern die Sauerländer mit 3:2.

Als die Düsseldorfer EG am Dienstagabend fünf Minuten vor Schluss mit 3:2 gegen Iserlohn führte, wurden unweigerlich Erinnerungen an das vorherige Heimspiel wach. Da hatten die Rot-Gelben am Freitag bis 22 Sekunden vor dem Ende gegen Nürnberg ebenfalls mit 3:2 in Front gelegen, dann den Ausgleich kassiert und in der Verlängerung mit 3:4 verloren. Diesmal brachten sie das Resultat nach Hause und siegten mit 3:2 (1:1, 1:1, 1:0). Die drei Punkte waren nicht nur mit Blick auf die Tabelle, sondern auch angesichts von nun vier Auswärtsspielen in Folge wichtig: in Ingolstadt, Berlin, Köln und Schwenningen.

Die Iserlohner ließen keinen Zweifel daran, dass sie die Aufgabe diesmal erfolgreich gestalten wollten. Der besondere Ehrgeiz resultierte aus den beiden bisherigen Vergleichen in dieser Saison, in denen sie jeweils deutlich den Kürzeren gezogen hatten: 1:5 im Sauerland, 1:6 in der Landeshauptstadt. Hinzu kam, dass die Gäste zuletzt auf Platz fünf geklettert waren und Selbstvertrauen getankt hatten. Das wurde weiter gestärkt, als sie nach nicht einmal zwei Minuten in Führung gingen, als Verteidiger Bernhard Ebner auf der Strafbank hockte und sein Kollege Alexandre Picard zu spät reagierte. Aber glücklicherweise hielt auf der anderen Seite Torhüter Sebastian Dahm auch ein Nickerchen und begünstigte so den Ausgleichstreffer von Alexander Barta bei Überzahl.

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Es war bereits sein 17. Saisontor. Da hinkt Rob Bordson deutlich hinterher, der allerdings auch lange verletzungsbedingt ausgefallen ist. Umso mehr freute er sich über sein zweites Saisontor, mit dem er die Gestgeber in Führung brachte. Es war verdient, denn die DEG war im Mittelabschnitt die aktivere Mannschaft, was Iserlohns Trainer Rob Daum bereits zuvor erkannt und eine Auszeit genommen hatte. Nach dem Rückstand machten seine Schützlinge mächtig Druck und kamen zum Ausgleich, wobei sich Verteidiger Kevin Marshall beklagte, dass er geschubst wurde, was die Unparteiischen jedoch nicht als ahndungswürdig einstuften.

"Wer das nächste Tor schießt, gewinnt", meinte der ehemalige Nationalstürmer Walter Stadler in der zweiten Pause zu Olaf Scholz, der einige Jahre später für die DEG auf Torejagd ging. Das Tor erzielten die Düsseldorfer durch Lukas Laub in Überzahl, doch gewonnen hatten sie das Spiel noch lange nicht. Aber Stadler hat seinen Riecher, der ihn schon früher ausgezeichnet hat, noch immer nicht verloren.

(ths)
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