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Düsseldorfer EG gewinnt bei den Grizzly Adams Wolfsburg

Penaltysieg in Wolfsburg : DEG stoppt die Negativserie

Der Düsseldorfer EG gelang mit einem 3:2 (0:1, 2:1, 0:0, 1:0)-Erfolg bei den Grizzlys Wolfsburg der erste Sieg nach zuletzt vier Niederlagen. John Henrion traf im Penaltyschießen.

Am Ende war es Henrion, der am Freitagabend für Erleichterung bei der Düsseldorfer EG sorgte. Sein Tor im Penaltyschießen sicherte den Rot-Gelben einen 3:2 (0:1, 2:1, 0:0, 1:0)-Erfolg vor 2333 Zuschauern bei den Grizzlys Wolfsburg und damit den ersten Sieg nach zuletzt vier Niederlagen in der Deutschen Eishockey Liga.

In Wolfsburg nicht dabei war Leon Niederberger, für den die Saison nach einer schweren Verletzung vorzeitig beendet ist. Wie eine MRT-Untersuchung bestätigte, hat sich der 22-Jährige am Mittwochabend in der DEL-Partie gegen die Nürnberg Ice Tigers (1:3) Bänder- und Kapselrisse in der Schulter zugezogen. „Unter anderem ist das Labrum betroffen, ein Faserknorpelring, der für die Stabilität des Schultergelenks sorgt“, erklärt DEG-Mannschaftsarzt Ulf Blecker. Zwar sei das Eckgelenk selbst nicht beschädigt, doch ohne Operation bestünde die Gefahr, dass Niederbergers Schulter selbst bei alltäglichen Verrichtungen immer wieder herausspränge. „Im Marienkrankenhaus Kaiserswerth hat sich das mein Kollege Wolfgang Nebelung, ein herausragender Spezialist, genau angesehen“, berichtet Blecker weiter. „Auch er war der Meinung, dass eine Operation unumgänglich ist.“

Niederberger, dessen Bruder Mathias zurzeit wegen einer Oberschenkelverletzung ebenfalls ausfällt und in Wolfsburg erneut von Fredrik Pettersson Wentzel vertreten wurde, wird der DEG im Endspurt um die Play-off-Plätze sehr fehlen, hatte er sich doch in dieser Saison fest in der Stammformation von Trainer Harold Kreis etabliert. Nun stehen dem gebürtigen Düsseldorfer rund vier Monate Pause bevor. Kleiner Trost: Zur Vorbereitung auf die nächste Saison wird er wieder voll angreifen können.

Bis dahin wird er seinen Kollegen die Daumen drücken, wobei das in Wolfsburg offensichtlich nicht auf Anhieb geholfen hat, da die Gastgeber den besseren Start erwischten. Die Niedersachsen, die ihrerseits nach drei Siegen mit neuem Selbstvertrauen aus dem Tabellenkeller wollen, hatten schon in der vierten Minute viel zu viel Platz im Angriffsdrittel und Armin Wurm traf mit dem ersten Schuss der Grizzlys zum 1:0.

Ärgerlich für die DEG, dass die eigenen Bemühungen zunächst nicht zum Ziel führten. Denn die etwas besseren Gelegenheiten im ersten Durchgang hatten die Rheinländer, bei denen neben den Niederbergers auch Bernhard Ebner und Jerome Flaake verletzungsbedingt fehlten.

Im Mitteldrittel blieb die DEG dann das stärkere Team – und traf nun auch. Zunächst sorgte Christian Kretschmann für den Ausgleich, ehe Marco Nowak in Überzahl für die verdiente Führung sorgte. Doch die Wolfsburger nutzten wenig später ebenfalls ein Powerplay durch Wade Bergman, dessen Schuss Sebastian Furchner wohl noch leicht abfälschte, und so stand es zur zweiten Pause 2:2 unentschieden.

Das letzte Drittel war dann schnell, spannend und ausgeglichen. Weitere Treffer fielen aber nicht und so wurde Henrion letztlich der gefeierte Matchwinner im Penaltyschießen.

Am Sonntag spielt die DEG im Rather Dome um 19 Uhr gegen Augsburg.