3:2-Heimsieg Starke DEG schlägt Mannheim erneut

Düsseldorf · Bessere Defensive, bessere Über- und Unterzahl, endlich Effizienz vor dem gegnerischen Tor: Die Düsseldorfer EG gewinnt auch das zweite Heimspiel gegen den Titelfavoriten mit 3:2.

DEL: Adler Mannheim gegen die Düsseldorfer EG - die Statistiken zum Spiel​
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Adler Mannheim gegen die DEG: die Statistiken zum Spiel

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Foto: Birgit Häfner

Wer in den vergangenen Wochen mit den Verantwortlichen oder den Spielern der Düsseldorfer EG über ihre Spiele in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sprach, hörte häufig dasselbe. Nicht, dass da jemand versucht hätte, die immer neuen Niederlagen schönzureden, aber dass die Leistungen besser waren als die Ergebnisse, das war ihnen schon wichtig. Und es gab auch Statistiken dazu: Die wenigen Tore passten nicht zu den vielen Schüssen und Großchancen. Wenn die endlich mal genutzt werden und Über- sowie Unterzahl funktionieren, dann werden auch Spiele gewonnen.

Diese Woche war genau das zu sehen. Die DEG hielt sich in Unterzahl schadlos, traf in Überzahl und erzielte insgesamt sieben Tore. Heraus kamen gleich zwei Siege, erst am Dienstag mit 4:2 in Augsburg, und an diesem Freitag dann mit 3:2 gegen die Adler Mannheim. Zum ersten Mal in dieser Saison gewann die DEG zwei Spiele hintereinander. Und weil die Konkurrenz im Tabellenkeller parallel verlor, wuchs der Vorsprung auf den Abstiegsplatz auf fünf Punkte an – selbst der Rückstand zu Rang zwölf beträgt nur noch einen Zähler. Was für einen besonderen Jubel am Freitagabend im Dome sorgte.

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Die Topscorer der Düsseldorfer EG

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Applaus hatte vorher bereits Bennet Roßmy bekommen. Nicht nur, weil er das Siegtor erzielt hatte, sondern weil er danach am Hallenmikrofon auch recht trocken sagte: „War eine gute Vorstellung von uns.“ Das war sie in der Tat, über Phasen vielleicht die beste der Saison. Ähnlich gut war nur das erste Heimspiel gegen die Adler vor zwei Wochen, da hieß es am Ende sogar 4:1. Weswegen die Frage vor dem Spiel am Freitag lautete: Würde es der DEG schaden, dass sie schon mal gegen Mannheim gewonnen hatte? Fühlte sich der Favorit gereizt?

Mag sein, aber zu sehen war davon zunächst nichts. Vielmehr erinnerte das erste Drittel an das erste Drittel von vor zwei Wochen. Auch da rannte die DEG nach vorne, auch da präsentierte sie sich passsicher, auch da saßen die Mannheimer ständig auf der Strafbank – und auch da führte die DEG. Diesmal allerdings nur mit 1:0, was vielleicht sogar etwas zu wenig war angesichts von 13:6-Torschüssen und all der Chancen von Alexander Blank, Kenny Agostino, Kohen Olischefski, Phil Varone, Alexander Ehl und Kevin Clark. Letzterer war es dann, der einen scharfen Pass von Philip Gogulla in Überzahl zum längst überfälligen 1:0 abfälschte.

Das war dann die nächste gute Nachricht für die bislang so schwache DEG-Offensive: Denn nachdem am Dienstag beim 4:2 in Augsburg bereits Agostino getroffen hatte, kommt nun auch Clark besser in Fahrt. Vor allem aber war das ein besonderes Tor für Gogulla, bedeutete seine Vorlage doch seinen 700. Scorerpunkt – als erst fünfter Spieler der DEL-Geschichte hat der DEG-Kapitän die Schallmauer durchbrochen. Und als es wieder losging, hätte Gogulla gleich seinen 701. Punkt machen können, doch sein Schuss ging am Tor vorbei.

Das war gleichzeitig aber auch die vorerst letzte gute Aktion der DEG. Plötzlich spielten nur noch die Gäste, die nun in jedem Zweikampf etwas entschlossener und schneller wirkten. Erschwerend kam für die DEG hinzu, dass sie nun ständig Pucks verlor – auch in Wechselsituationen, entsprechend häufig rannten die Mannheimer nun mit Tempo ins DEG-Drittel und kamen zu Chancen. Nach ein paar Minuten hatten die Adler bereits sieben Torschüsse – und damit mehr als im kompletten ersten Drittel. Einer davon war dann auch drin: John Gilmour traf zum mittlerweile verdienten Ausgleich.

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Foto: IMAGO/Eibner/IMAGO/Eibner-Pressefoto/Thomas Haesler

Glück für die DEG, dass irgendwann das so genannte Powerbreak anstand, die kurze Werbepause fürs Fernsehen. In der sammelten sich die Düsseldorfer und kamen völlig verändert zurück. Nun gewannen sie wieder Laufduelle und Zweikämpfe, nun schossen sie wieder aufs Tor. Und auch einmal ins Tor. Bernhard Ebner traf zum 2:1 – als erst zweiter Verteidiger in dieser Saison. Danach gab es Möglichkeiten für noch weitere Tore. Die fielen aber erst im letzten Drittel. Bennet Roßmy stellte nach einem ganz starken Diagonalpass von Kevin Clark auf 3:1. Zwar kamen die Gäste recht schnell durch David Wolf zurück und drückten danach mächtig auf den Ausgleich, aber der erneut ganz starke Henrik Haukeland (32 Paraden) war nicht mehr zu bezwingen.