Düsseldorfer EG: Der Eishockeyklub schleppt sich in die Pause

Nach dem 3:2 gegen Schwenningen : DEG schleppt sich in die Pause

Die DEG ist starker Tabellendritter, schwankte aber zuletzt ein wenig. Da kommt die Unterbrechung der Liga durch den Deutschland-Cup in Krefeld nicht ungelegen.

Die Deutsche Eishockey Liga macht Pause wegen des Deutschland-Cups – und das ist aus Düsseldorfer Sicht wahrscheinlich auch ganz gut so. Zwar steht die DEG auf einem glänzenden dritten Tabellenplatz und hat dort mittlerweile sogar zwei Punkte Vorsprung auf den Vierten Mannheim, doch an den vergangenen drei Spieltagen ging der Truppe von Trainer Harold Kreis ein wenig die Puste aus.

„Gegen Schwenningen haben wir uns sehr schwer getan“, sagte Torhüter Mathias Niederberger nach dem 3:2 nach Verlängerung am Sonntagabend. „Wir haben nicht unser allerbestes Eishockey gespielt.“ Das galt auch schon für das vorangegangene Heimspiel gegen Iserlohn (4:2) und erst recht für die bittere 3:4-Derbypleite in Krefeld am Allerheiligen-Tag. „Es ist tatsächlich nicht so einfach, in jedem Spiel immer alles aus sich herauszuholen“, ergänzt Niederberger ehrlich. „Ich glaube, die Pause kommt jetzt allen Mannschaften gelegen.“

Es ist allerdings so eine Sache mit der Pause. Sicher, die DEL ruht während des Deutschland-Cups, der von Donnerstag bis Sonntag in Krefeld ausgetragen wird. „Doch die Wahrheit ist natürlich, dass wir gar keine wirkliche Pause haben, weil viele Spieler bei ihren Nationalmannschaften sind“, berichtet der DEG-Torhüter. Auch Niederberger steht im deutschen Kader, ebenso wie seine Teamkollegen Bernhard Ebner, Marco Nowak und Maxi Kammerer. Zudem stellt die DEG Johannes Johannesen und Kenny Olimb an Norwegen, Rihards Bukarts an Lettland sowie Hendrik Hane und Alex Dersch an die deutsche U20 ab.

Doch Klagen lässt Niederberger dennoch nicht zu: „Wir sind alle Profis und topfit. In einer Saison gibt es immer Wellenbewegungen.“ Immerhin: Auch wenn es bei der DEG nicht hundertprozentig läuft, schafft sie es meistens doch zu punkten. „Das ist wirklich gut“, sagt der gebürtige Düsseldorfer. „Wir verteilen ein bisschen die Verantwortung, weil die gesamte Mannschaft auf hohem Niveau spielt.“

Trainer Kreis stimmt da zu, besonders angesichts der Personallage. „Wir haben elf Stürmer und sechs Verteidiger, und das kostet uns immer viel Einsatz“, erklärt er. „Das zehrt, weil wir schon länger keinen vollständigen Kader haben. Die Jungs sind auch nur Menschen.“ Nach der Pause wird sich der Kader durch die Rückkehr einiger angeschlagener Profis wieder vergrößern – und damit auch Kreis’ taktische Möglichkeiten. „Es liegt bei uns nie am Willen“, fasst der Coach zusammen, „aber zuletzt sind wir manchmal auf der Felge gefahren.“

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