Düsseldorfer EG: Bittere 0:3-Niederlage bei den Nürnberg Ice Tigers.

Vor rheinischem Derby : DEG steckt bittere Niederlage ein

Das 0:3 in Nürnberg ist die dritte Auswärtspleite der Düsseldorfer EG hintereinander in der Deutschen Eishockey Liga. Unnötig ist sie zudem.

Ein Jubiläum stand für die DEG ganz sicher an, ein zweites war möglich – doch zu feiern gab es für die Düsseldorfer am Ende gar nichts. In Jerome Flaakes 600. Spiel in der Deutschen Eishockey Liga gab es eine 0:3 (0:0, 0:0, 0:3)-Niederlage bei den Nürnberg Ice Tigers, die weit deutlicher ausfiel, als es dem Spielverlauf nach angemessen gewesen wäre. „Es war kein schlechtes Spiel, aber wir haben halt nicht getroffen“, fasste Verteidiger Nicholas Jensen lakonisch zusammen. Somit bleibt Kapitän Alex Barta bei 499 Scorerpunkten in seiner Karriere stehen und muss im Derby gegen die Kölner Haie am Freitag (19.30 Uhr) auf die Nummer 500 hoffen.

Die personellen Voraussetzungen waren nicht die besten für die DEG. Dass Marco Nowak und Victor Svensson wegen ihrer Oberschenkelverletzungen weiter passen mussten, war ohnehin klar – und dann fiel zusätzlich auch noch Chad Nehring aus. Der gebürtige Kanadier mit deutschem Pass hatte am Freitag beim vogelwilden 6:5-Sieg über den ERC Ingolstadt noch Svensson als Center der dritten Sturmreihe vertreten, sich dabei eine Verletzung am Oberkörper zugezogen. Nichts Ernstes, signalisierte die medizinische Abteilung, doch für Trainer Harold Kreis Anlass genug, Nehring am Sonntag vorsichtshalber pausieren zu lassen.

Doch die dezimierten Düsseldorfer erledigten ihren Job zunächst gut. Sie ließen ihre Gastgeber sich austoben, überstanden auch eine Drei-gegen-Vier-Unterzahl ohne größere Probleme, wobei sich bei seinem fünften Saisoneinsatz erneut Ersatztorhüter Hendrik Hane auszeichnete. So etwa ab der elften, zwölften Minute befreiten sich die Rot-Gelben dann immer besser und verzeichneten in einer sehr intensiven Partie ihrerseits einige gute Chancen.

Der Charakter der Partie blieb gleich. Der Schwerpunkt beider Teams lag eindeutig auf einer geordneten Defensive, und wenn es doch einmal zu Möglichkeiten kam, zeigten sich die Torhüter Hane und Niklas Treutle auf dem Posten. „Die Nürnberger haben gut Druck gemacht in den letzten Minuten, aber Gott sei Dank haben wir das 0:0 gut über die Zeit gebracht“, sagte DEG-Stürmer Tobias Eder nach der zweiten Sirene. „Hendrik hält unglaublich, aber insgesamt spielen wir besser defensiv als am Freitag.“

Eder hatte in Nürnberg das zusätzliche Problem, wieder einmal seinem Bruder Andreas gegenüberzustehen. „Hin und wieder gibt es mal einen lockeren Spruch“, berichtete der 21-Jährige grinsend. „Aber das ist alles Spaß. Auf dem Eis versuchen wir, uns so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen, um den anderen nicht schlecht aussehen zu lassen.“

Innerhalb weniger Minuten schlug das Pendel dann entscheidend in Richtung Nürnberg aus. Zunächst vergab Rihards Bukarts allein vor Treutle eine dicke Möglichkeit, und wenig später machten es die Nürnberger besser. Die Ice Tigers profitierten dabei davon, dass Schiedsrichter Lukas Kohlmüller an der Bande den Puck unglücklich mit seiner Schlittschuhkufe von Nicholas Jensen weg in Richtung des Nürnbergers Markus Weber kickte. Über die Zwischenstation Kevin Schulze gelangte der Puck zu Tom Gilbert, der sieben Minuten vor dem Ende das 1:0 erzielte.

„Das fand ich nicht wirklich witzig, aber so ein Mist passiert nunmal“, sagte Jensen, der sich anschließend jedoch über eine Fehlentscheidung ärgern musste: Flaake stand bei einem Zwei-gegen-Eins-Konter eindeutig nicht im Abseits. Statt des möglichen Ausgleichs legten die Mittelfranken noch zwei Treffer nach. Ein ausgesprochen bitteres Ende für die DEG nach einem weitgehend ausgeglichenen Spiel.